Bergwacht-Einsatz: Münchner Familie findet ihr Auto nicht mehr
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Bergwacht-Einsatz: Münchner Familie findet ihr Auto nicht mehr

Mit Kindern im Dauerregen auf Irrwegen

Bergwacht staunt: Münchner Wanderer finden ihre Autos nicht mehr

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Über diese Wandergruppe aus München wunderten sich selbst die erfahrensten Bergwachtler: Per Handy riefen die Münchner den Notruf. Dann ging eine unglaubliche Suchaktion los...

Wandergruppe orientierungslos in Bergnot

Fischbachau - So berichtet die Bergwacht Bad Feilnbach von ihrem kuriosen Einsatz am Montag: 

Zu einem außergewöhnlichen Einsatz wurde die Bergwacht Bad Feilnbach am Pfingstmontag gegen 17.45 Uhr gerufen. Eine achtköpfige Wandergruppe aus dem Großraum München setzte einen Notruf über Handy ab, da sie in ein Gewitter geraten waren und total durchnässt den Weg zu ihren Autos nicht mehr fanden. Die erste Meldung lautete, dass sie von der Tregleralm Richtung Bad Feilnbach unterwegs gewesen seien, bevor sie in ihre missliche Lage gerieten. 

Eine Absuche der entsprechenden Wege verlief allerdings ohne Erfolg. Auf Grund des schlechten Handyempfangs waren weitere Informationen zunächst nicht zu erfragen. Bei einer weiteren Kontaktaufnahme mit der Rettungsleitstelle wurde angegeben, dass sie an einem Wegweiser vorbeigekommen seien, nach dem es nach Bad Aibling angeblich noch 45 Minuten dauern würde. Die Verwirrung war jetzt vollkommen. 

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Nachdem endlich der Hinweis auf einen Bauwagen neben dem Weg gegeben wurde, erfolgte eine weitere Ausweitung des Suchgebietes. Den ortskundigen Einsatzleitern der Bergwacht waren Bauwagen von Forstarbeitern bekannt und die Gruppe konnte auf der gegenüberliegenden Bergseite im Bereich des Katzenköpfels aufgefunden werden. Alle waren in der komplett falschen Richtung zum Jenbachtal unterwegs gewesen. 

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Die tropfend nassen fünf Erwachsenen und zwei Kinder konnten kurze Zeit später in das Rettungsfahrzeug der Bergwacht steigen. Trocken war nur ein zwei Wochen altes Baby, das unter der Jacke seines Vaters vom Regenguss nicht erwischt wurde. Alle in Bergnot geratenen wurden anschließend unverletzt zunächst ins Tal nach Bad Feilnbach gebracht.

Eine weitere Überraschung gab es dann noch bei der Weiterfahrt der Gruppe zu ihren Fahrzeugen. Zunächst hieß es, die Autos seien am Wanderparkplatz in Bad Feilnbach an der Schwarzenbergstraße geparkt. Nachdem dort aber nichts zu finden war, ging es weiter zum Tregleralmparkplatz bei Deisenried. Auch dort waren die Pkw nicht auffindbar. Erst am Parkplatz vor Hundham Richtung Kirchstiegl wurde man schließlich fündig und die Gruppe konnte die Heimreise antreten. 

Fazit des Einsatzleiters der Bergwacht: „Es gibt nix, was ned gibt …“

In der Nacht zum Dienstag (4. Februar) meldete eine Anruferin ein Autorennen in Bad Wörishofen mit blutenden Verletzten. Vor Ort erlebte die Polizei eine Überraschung.

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