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Die Hauptstraße von Hundham (links hinten) nach Elbach könnte im Sommer für drei Monate gesperrt werden.

Überbau über Dürnbach muss erneuert werden

Fischbachauern droht Supergau: Vollsperre wegen Brückensanierung

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Das Straßenbauamt Rosenheim will ab August drei Monate die Staatsstraße bei Dürnbach abriegeln. Fischbachau bleibt für einen Alternativplan nicht mehr lange Zeit. Die Bürger müssten dann weit außenrum fahren.

Fischbachau – Für die Fischbachauer und alle, die drum herum wohnen, wäre das der Supergau: Die Staatsstraße zwischen Dürnbach und Elbach könnte im Sommer für drei Monate gesperrt werden. Die Brücke über den Dürnbach muss dringend saniert werden. Nach derzeitiger Planung will das Straßenbauamt Rosenheim die Straße dafür komplett sperren. Die Gemeinde ist fieberhaft auf der Suche nach einer Alternative. Viel Zeit bleibt dafür nicht.

Bei der gemeinsamen Besichtigung vor Ort durch Straßenbauamt und Gemeinde wurde klar: Da besteht akuter Handlungsbedarf. Lediglich mit Holzpfosten ist die Unterhöhlung der Straße notdürftig gesichert. Bürgermeister Josef Lechner (CSU) ist froh, dass dort endlich saniert wird. Aber: „Eine Sperrung schneidet unsere Gemeinde auseinander.“ Am 1. August sollen die Baumaßnahmen beginnen, drei Monate Vollsperre inklusive. „Das geht nicht“, stellte Lechner im Gemeinderat klar. „Es gibt keine Umfahrung.“

Eine Umfahrung gibt’s schon. Allerdings führt die über Hausham und Schliersee – die Zuhörer im Gemeinderat quittierten diese Möglichkeit mit einem empörten Raunen. Es scheint klar: Eine andere Lösung muss her. Nur welche? Das gilt es jetzt so schnell wie möglich zu klären, denn das Straßenbauamt will noch im Februar die Arbeiten ausschreiben. Bis dahin können Nebenangebote eingereicht werden. „Innerhalb der nächsten 14 Tage müssen wir uns mit dem Straßenbauamt arrangiert haben“, sagte Lechner.

Der Bürgermeister hat Kontakt mit den Grundeigentümern aufgenommen, um zu erörtern, ob zumindest eine Spur befahrbar bleiben könnte. So wie damals bei der Sanierung der Brücke über den Elbach rund 500 Meter weiter. Allerdings: Die Stelle am Dürnbach ist deutlich enger. Einer, der direkt dort wohnt, ist Gemeinderat Heinrich Isenmann (CSU). Der Tiefbauer weiß derzeit auch nur, dass die Brücke saniert werden soll. Er bestätigt die engen Verhältnisse vor Ort. „Das ist einfach nur ein tiefer Graben.“ Eine Umfahrung sei kaum möglich. Er vermutet, dass eine Behelfsbrücke wohl mehr kosten würde als die Brückensanierung selbst. Dann würde es tatsächlich auf eine Umleitung über Schliersee hinauslaufen.

Klappt es nicht, dass eine Spur befahrbar bleibt, gäbe es noch eine andere Möglichkeit: Das entsprechende Bauteil für den Bachdurchlauf müsste vorgefertigt und dann eingesetzt werden. Die Konsequenz: statt drei Monaten nur zwei Monate Sperre. „Selbst das ist zu lang“, sagte Lechner. So kann die Lösung also auch nicht aussehen. Der Rathauschef schüttelte im Sitzungssaal den Kopf. „Ich hoffe, dass ich noch Entwarnung geben kann.“

nip

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