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Die Brücke über den Dürnbach ist in keiner guten Verfassung. Provisorisch ist sie bereits abgesichert worden, eine Sanierung muss aber dringend vorgenommen werden. Neben der Brücke soll währenddessen ein Ersatz entstehen.

Sanierung im Sommer

Aufatmen in Fischbachau: Keine Vollsperre bei Brückenarbeiten

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Gute Nachricht: Die Straße durch Elbach bleibt trotz Brückensanierung befahrbar. Das hat zuletzt noch anders geklungen, da war von einer dreimonatigen Vollsperre die Rede. 

Elbach – Die Autofahrer im Fischbachauer Gemeindegebiet können aufatmen: Die Staatsstraße durch Elbach wird nicht wie zunächst angedacht bei einer Sanierung im Sommer komplett gesperrt werden. Das gab Bürgermeister Josef Lechner nun im Gemeinderat bekannt. Die marode Brücke über den Dürnbach wird saniert, für diesen Zeitraum soll es eine Behelfsbrücke geben.

Die erste Ankündigung, das Straßenbauamt Rosenheim wolle für drei Monate die Straße komplett sperren, hatte für Unmut gesorgt. Sowohl im Gemeinderat als auch bei den Lesern unserer Zeitung, die das Thema online kommentiert haben. Eine Nutzerin schrieb: „Jeder, der von der Baustelle weiß, vermeidet es dann, die nächsten drei Monate dort zum Beispiel zum Essen zu gehen.“ Gerade im Sommer, wenn der touristische Verkehr hinzukommt, wäre eine Umleitung über Hausham und Schliersee eine große Belastung gewesen. Bei einem Ortstermin mit Gemeinde und Straßenbauamt wurde deshalb mit den Anwohnern gemeinsam nach einer Lösung gesucht.

So sieht der Plan aus: Auf der einen Seite der Straße soll es eine Ersatzbrücke geben, die auch für Lkw und Busse befahrbar ist. Rund 3,30 Meter soll sie breit werden. Ein Gehweg ist aktuell nicht angedacht, Fußgänger können das Grundstück eines Anwohners nutzen, um an der Baustelle vorbeizukommen. „Der andere Verkehr wird großräumig umgeleitet“, sagte Lechner. Nur wer wirklich müsse, solle die Behelfsbrücke nutzen. Die Mehrkosten für die Sanierung trägt komplett das Straßenbauamt – die Gemeinde zahlt nichts.

Auch am Zeitplan hat sich etwas geändert. Die Vorarbeiten beginnen bereits im Juni, die Brückensanierung dann am 3. Juli – nicht wie zunächst angenommen erst im August. „Bis zum Ende der Sommerferien soll die Sanierung fertig sein“, sagte Lechner. Ein weiterer Pluspunkt: statt den zunächst angedachten drei Monaten Bauzeit also nur zwei.

Gänzlich ohne Probleme wird es wohl nicht ablaufen. Einige Gemeinderäte fürchten umso mehr Verkehr auf den Schleichwegen. Die würden zwar nur die Einheimischen kennen. „Einige andere fahren halt hinterher, das lässt sich nicht vermeiden“, sagte Lechner. Trotz der guten Zusammenarbeit mit Straßenbauamt und Anwohnern ist sich der Rathauschef sicher: „Das werden harte Wochen.“

nip

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