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Will Bürgermeister werden: Michael Gartmaier (32).

Überraschung in Fischbachau

Unerwartete Kampfkandidatur: Zwei CSU-Bewerber fürs Bürgermeisteramt

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Überraschung für die Fischbachauer CSU: Wenige Tage vor der Nominierung ist ein zweiter Bewerber für die Bürgermeisterkandidatur aus der Deckung gekommen: Michael Gartmaier. 

Fischbachau – Seine CSU überrascht hat Michael Gartmaier (32) bereits bei der Kommunalwahl 2014. Auf Listenplatz 17 gesetzt, startete der damals 26-jährige Hundhamer seinen eigenen Wahlkampf in Fischbachau. Er druckte Flyer, verteilte sie und machte damit Werbung für sich selbst – mit Erfolg: Gartmaier erreichte die fünftmeisten Stimmen innerhalb der CSU und schaffte auf Anhieb den Einzug in den Gemeinderat.

Fünfeinhalb Jahre später und nur wenige Tage vor der Nominierungsversammlung des Ortsverbands für die Kommunalwahl 2020 sorgt Gartmaier für die nächste Überraschung: Er will Bürgermeister werden – und geht dabei den Weg einer Kampfkandidatur gegen Josef Obermaier . Wie berichtet, hatte der CSU-Ortsvorsitzende seine Kandidatur bereits Ende Februar öffentlich gemacht. So kommt es nun am Donnerstag, 10. Oktober, um 20 Uhr im Gasthaus Sonnenkaiser in Elbach zur Wahl vor der Wahl. Die 149 stimmberechtigten CSU-Mitglieder müssen entscheiden, wen sie ins Rennen ums Amt des Rathauschefs schicken wollen. „Damit zeigen wir, dass wir eine Mitmachpartei sind und ein Angebot aus zwei guten Bewerbern haben“, sagt Gartmaier.

Für ihn selbst kam die Entscheidung nicht wirklich spontan, erklärt er. Das Ziel, das Bürgermeisteramt anzustreben, habe er schon länger vor Augen. Nicht nur Obermaier als CSU-Ortsvorsitzender und etliche Personen aus seinem Umfeld hätten ihn immer wieder darauf angesprochen, sondern auch die anderen Fraktionen wie FWG oder FaB. Ein Abschied von der CSU, um einer Kampfkandidatur aus dem Wege zu gehen, sei für ihn aber nie in Frage gekommen, betont Gartmaier. „Ich bin ein CSUler aus ganzem Herzen und falle nicht beim ersten Gegenwind um.“

Hat bereits im Februar seine Kandidatur angekündigt: CSU-Ortsvorsitzender Josef Obermaier.

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Die späte Bekanntgabe seiner Entscheidung erklärt der 32-Jährige mit familiären Gründen – und seiner Weiterbildung zum Betriebswirt. „Die wollte ich zuerst abschließen, um sie als Kandidat vorweisen zu können.“ Aber auch so hat der gebürtige Hundhamer in seinem Leben schon einiges bewegt. Nach der Realschule holte er das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nach und lernte Feinmechaniker. Seine Leidenschaft für die Gastronomie, die er erst nur nebenbei auslebte, wurde später zum Hauptberuf. Gartmaier brachte es vom Kellner ins Restaurantmanagement, unter anderem am Nockherberg oder auf dem Oktoberfest.

Im Leitzachtal machte er sich bei der Jugend einen Namen. Ob in Trachtenverein, Feuerwehr, Landjugend, oder im 2009 von ihm mitgegründeten Dirndl- und Burschenverein: Überall mischt Gartmaier mit. 15 Veranstaltungen mit insgesamt rund 20 000 Besuchern habe er federführend mitorganisiert, berichtet der 32-Jährige stolz. „Da haben Jung und Alt gemeinsam gefeiert.“ Die Eigenschaft, Generationen im Leitzachtal zusammenzubringen und mit ihnen Visionen für die Zukunft zu entwickeln, will Gartmaier auch als Bürgermeister nutzen. Sein Arbeitstitel: „Fischbachau 2030.“

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Ob er es damit zum CSU-Kandidaten schafft, entscheiden die Parteimitglieder. Die muss der 32-Jährige nämlich als Erstes von sich überzeugen. Seinen Ortsvorsitzenden habe er am Montag von seiner Entscheidung informiert, sagt Gartmaier. Der nimmt die Herausforderung sportlich: Eine Kampfkandidatur sei zwar nicht unbedingt wünschenswert in einem Ortsverband, aber sehr wohl ein legitimes demokratisches Mittel. „Wir brennen beide riesig für die Kommunalpolitik“, sagt Obermaier. Jetzt müssten die Mitglieder entscheiden, wem sie das Vertrauen für die Bürgermeisterwahl aussprechen.

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Bei der Versammlung werde sich jeder Bewerber in maximal zehn Minuten kurz vorstellen, dann kommt es zur Abstimmung, erklärt Obermaier das gemeinsam vereinbarte Prozedere. Er selbst werde dabei versuchen, mit seiner langjährigen kommunalpolitischen Erfahrung zu punkten. Die lässt ihn aber auch mahnen, den parteiinternen Wahlkampf nicht auf die Spitze zu treiben: „So was darf keine Wunden oder Gräben hinterlassen.“

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