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Bereit für neues Personal: Der Schreibtisch im Amtszimmer des Fischbachauer Bürgermeisters.
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Gut bestelltes Haus sucht neuen Herrn

Bürgermeisterwahl in Fischbachau: Wer folgt auf die Ära Lechner?

  • Sebastian Grauvogl
    vonSebastian Grauvogl
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Josef Lechner tritt nicht mehr an. Drei Kandidaten kämpfen um seine Nachfolge. Die Gemeinde Fischbachau und die Kandidaten im Überblick.

  • Nachdem Josef Lechner (CSU) bei der Kommunalwahl nicht mehr antritt, übernimmt ab 1. Mai ein Nachfolger in Fischbachau.
  • Nachfolgend ein kurzes Porträt über Fischbachau inklusive aktueller politischer und wirtschaftlicher Situation. Danach kommen die drei Bürgermeisterkandidaten selbst zu Wort.
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Fischbachau – Am östlichen Rand des Landkreises gelegen, könnte man Fischbachau auf den ersten Blick eine Art Außenseiterrolle unterstellen. Doch weit gefehlt: In den vergangenen Jahren hat sich die Gemeinde immer wieder durch wegweisende und innovative Projekte hervorgetan. 

Gerade bei interkommunalen Förderprogrammen lag die „Federführung“ nicht selten in Fischbachau. Auch sonst hat der Gemeinderat um Bürgermeister Josef Lechner (CSU) seit dessen Amtsübernahme 2007 einiges bewegt. Jahr für Jahr wies der Haushalt Rekordinvestitionen aus.

Rekordhaushalt und Großprojekte - die Ära Lechner in Fischbachau

Ein großes Augenmerk galt dabei aufgrund der großen Fläche der Gemeinde stets dem Ausbau der Infrastruktur aus Straßen, Geh- und Radwegen sowie schnellem Internet. Die neue Kläranlage in Wörnsmühl hat auch die Abwasserproblematik auf Jahre hinaus gelöst. Viel investiert wurde auch in die Kinderbetreuung sowie in die Energiewende.

Diese Großprojekte muss der neue Fischbachauer Bürgermeister lösen

In die Amtszeit des neuen Bürgermeisters – mit Josef Obermaier (CSU), Johannes Lohwasser (FWG) und Georg Gruber (FaB) bewerben sich dafür gleich drei Kandidaten – werden ebenfalls mehrere bereits angestoßene Großprojekte fallen: 

die Erschließung des Neubaugebiets am Wolfsee mit dem Verkauf der Grundstücke zur Tilgung eines Großteils der nicht rentierlichen Schulden im Haushalt, die Bauleitplanung für das neue Seniorenheim an der Fischeralm sowie der neue Bauhof und der Campingplatz in Aurach. 

Fast schon Generationenthemen sind der Hochwasserschutz an Leitzach und Aurach in Zusammenarbeit mit dem Wasserwirtschaftsamt Rosenheim sowie die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs in Abstimmung mit dem Landkreis.

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Beim Tourismus ist man in Fischbachau eher auf eine sanfte Vermarktung als Kräuterregion bedacht. Dennoch will man Urlaubern und Ausflüglern zeigen, dass das Leitzachtal viel mehr bietet als „nur“ die legendären Torten im Winklstüberl.

Bei all dem kann der neue Rathauschef nicht zuletzt auf das Engagement seiner Bürger zählen: in den äußerst aktiven Vereinen, aber auch im Interesse an der Entwicklung der Gemeinde. Nicht umsonst sind die öffentlichen Gemeinderatssitzungen immer gut besucht.

Die Gemeinde Fischbachau in Zahlen

Ortsteile/Weiler: fünf Ortsteile (Fischbachau, Elbach, Aurach, Hundham, Wörnsmühl) und 123 Weiler.
Einwohner: 6072.

Wahlberechtigte: etwa 4500.

Gemeindefläche: rund 76 Quadratkilometer mit rund 100 Kilometern Straßennetz.

Gemeinderäte: 20.

derzeitige Sitzverteilung: Freie Wähler 7, CSU 6, FaB (Freie aktive Bürger) 5, Die Neue Liste 2.

Josef Obermaier (CSU) - „Vollenden und Neues auf den Weg bringen“

Josef Obermaier (CSU) - „Vollenden und Neues auf den Weg bringen“

Wie soll sich Fischbachau in den kommenden Jahren entwickeln?

Obermaier: Mit einer familienfreundlichen Gemeindepolitik möchte ich unseren jungen Bürgern ermöglichen, in Fischbachau ihre Heimat aufzubauen. Gewerbe, Handwerk, Einzelhandel und Landwirtschaft sollen sich weiterentwickeln und wohnortnahe Ausbildungs- und Arbeitsplätze schaffen.

Wo sehen Sie Investitionsbedarf?

Obermaier: Eine deutliche Verbesserung der Mobilität bei Bus oder Bahn muss in den nächsten Jahren vorangetrieben werden. Dazu ist ein landkreisweiter Beitritt zum MVV eine Grundvoraussetzung. Weiter werde ich an einer kontinuierlichen Verbesserung des Breitbandausbaues arbeiten.

Was braucht es, um die Einheimischen in der Gemeinde zu halten?

Obermaier: Die Nachfrage zeigt uns, dass der Bedarf an Wohnraum und Gewerbeflächen über alle Ortsteile hinweg besteht. Eine bedarfsgerechte Ausweisung von Flächen und eine bedachte Entwicklung von Wohnraum ist die Voraussetzung für eine stabile Einwohnerzahl. Ebenso unterstütze ich eine gezielte Tagesbetreuung für Kinder jedes Alters.

Was liegt Ihnen als Bürgermeister besonders am Herzen?

Obermaier: Transparenz ist die die Grundlage für Vertrauen. Mit einer neu geschaffenen digitalen Plattform werde ich die Bürger an den Projekten der Gemeinde teilhaben lassen und sie somit in die tägliche Arbeit der Verwaltung einbeziehen.

Zur Person

Josef Obermaier (53): verheiratet, drei erwachsene Kinder, gelernter Heizungs- und Lüftungsbauer sowie staatlich geprüfter Landwirt. Angestellter beim Landeskuratorium Bayern, führt einen Bio-Bauernhof mit Pensionspferdehaltung, Vorsitzender des Tourismus- und Verkehrsvereins Leitzachtal. Er sitzt seit 13 Jahren im Gemeinderat, und ist seit 2010 Ortsvorsitzender der CSU. Sein Leitsatz: „Begonnenes vollenden – Neues auf den Weg bringen.“

Johannes Lohwasser (FWG): „Kleine, aber effektive Schritte“

Johannes Lohwasser (FWG): „Kleine, aber effektive Schritte“

Wie soll sich Fischbachau in den kommenden Jahren entwickeln?

Lohwasser: Fischbachau soll so liebens- und lebenswert bleiben, wie es ist. Jeder soll sich wohlfühlen, von Jung bis Alt. Dazu braucht es keine großen Sprünge, aber gut durchdachte und sanfte Entwicklungen.

Wo sehen Sie Investitionsbedarf?

Lohwasser: 

Ich plädiere, wie schon angesprochen, tendenziell für kleinere Investitionen. Diese betreffen zum einen den Erhalt unserer touristischen Grundlagen aber auch unserer generellen Infrastruktur vor Ort (Straßen, Einkaufsmöglichkeiten, digitale Entwicklung, etc.). Ein nicht ganz abschätzbarer Posten wird vermutlich die Steigerung der Attraktivität von Bus und Bahn und allem, was damit zusammenhängt. Hier müssen auf jeden Fall weitere Schritte getan werden.

Was braucht es, um die Einheimischen in der Gemeinde zu halten?

Lohwasser: 

Ich denke, hierfür ist es wichtig, ein gutes Miteinander zwischen Gemeindebürgern und Gästen im Blick zu behalten. Die Menschen vor Ort müssen dabei das berechtigte Gefühl bekommen, dass es primär um sie geht.

Was liegt Ihnen als Bürgermeister besonders am Herzen?

Lohwasser: Ein ehrlicher Umgang mit den Menschen vor Ort. Ich möchte versuchen Entscheidungen möglichst bürgerfreundlich zu treffen und nachvollziehbar zu kommunizieren.

Zur Person

Johannes Lohwasser (29): in fester Partnerschaft, keine Kinder, studierter Volkswirt. Lohwasser ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität der Bundeswehr in Neubiberg und auch als DAV-Wanderleiter sowie in der Gästeinformation Schliersee tätig. Ehrenamtlich engagiert er sich im FWG-Kreisvorstand und in der Elbacher Kirchenverwaltung. In der Kommunalpolitik ist er seit 2019 aktiv. Sein Leitsatz: „Ich möchte mit kleinen aber effektiven Schritten die ganze Gemeinde voranbringen.“

Georg Gruber (FaB) - „Nicht alles anders, aber manches besser“

Georg Gruber (FaB) - „Nicht alles anders, aber manches besser“

Wie soll sich Fischbachau in den kommenden Jahren entwickeln?

Gruber: Die Bürger zwischen Aurach und Wörnsmühl sollen auch in Zukunft eine lebens- und liebenswerte Heimat haben, speziell geprägt durch unsere bäuerliche Kulturlandschaft. Wir sollen weiterhin für Gäste, die bei uns Urlaub machen attraktiv sein, ohne vom Straßenverkehr überrollt zu werden.

Wo sehen Sie Investitionsbedarf?

Gruber: Viele Investitionen sind bereits definiert: der Hochwasserschutzausbau von Aurach und Leitzach, der Breitbandausbau, der Neubau des Bauhofs, sowie das Feuerwehrhaus in Fischbachau.

Was braucht es, um die Einheimischen in der Gemeinde zu halten?

Gruber: 

An erster Stelle bezahlbaren Wohnraum und idealerweise die Möglichkeit, im Gemeindebereich zu arbeiten. Für Pendler braucht es einen funktionierenden ÖPNV, der das Leitzachtal regelmäßig mit Bus und Bahn anbindet. Außerdem gilt es, unser hohes Niveau in der Kinderbetreuung zu halten und bei Bedarf auszubauen.

Was liegt Ihnen als Bürgermeister besonders am Herzen?

Gruber: 

An erster Stelle stehen für mich Ehrlichkeit, Transparenz und Teamfähigkeit. Entscheidungen können nur mit und nicht gegen die Bürger gemacht werden. Die Unterstützung der Vereine und Ehrenämter ist mir ein Herzensanliegen. Zudem habe ich immer ein offenes Ohr für die Probleme und Wünsche der Bürger.

Zur Person

Georg Gruber (51): verheiratet, Vater von zwei erwachsenen Kindern, ausgebildeter Beamter im mittleren Postdienst. Gruber arbeitet als zertifizierter Anlageberater bei der Postbank. Er ist seit 45 Jahren aktives Mitglied bei der Gebirgsschützenkompanie Elbach-Leitzachtal und seit 2000 deren Hauptmann. Die Bürgermeisterkandidatur ist sein Einstieg in die Kommunalpolitik. Sein Leitsatz: „Nicht alles anders, aber manches besser machen.“

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