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Runter mit den Schuhen: Der neue Barfuß- und Meditationsweg an der Leitzach bei Lehenpoint wird von Einheimischen und Gästen gut angenommen.

Spende hat Projekt an der Leitzach ermöglicht

Dank Stiftung: Neuer Barfußpfad in Fischbachau

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Die Gemeinde Fischbachau ist um ein Freizeitangebot reicher. Dank einer Spende der Oh-Do-Kwan-Stiftung können sich Einheimische und Gäste über einen Barfuß- und Meditationsweg an der Leitzach freuen.

Fischbachau – Bitte Schuhe ausziehen, lautet ab sofort das Motto an der Leitzachbrücke in Lehenpoint. Nicht etwa, weil sich die Gemeinde Fischbachau Sorgen um die Sauberkeit ihrer Wanderwege macht, sondern weil sie Einheimischen und Gästen etwas Gutes tun will. Vor gut einem Monat wurde hier ein neuer Barfuß- und Meditationsweg eröffnet. Dank einer „großzügigen finanziellen Zuwendung“ der Oh-Do-Kwan-Stiftung, wie Bürgermeister Josef Lechner (CSU) nun im Gemeinderat verkündete.

Der Gönner ist im Landkreis nicht unbekannt. So steuerte die Stiftung bereits zu mehreren Projekten größere Summen bei, unter anderem zur Boulderhalle für das Kletterzentrum in Weyarn oder zur neuen Rettungswache der Bergwacht Bayrischzell (wir berichteten). Jetzt ist also auch Fischbachau in den Genuss einer Spende gekommen. Den Betrag nennt Kämmerer Johann Hermann auf Wunsch der Stiftung nicht. Insgesamt habe der Barfußpfad aber knapp über 10 000 Euro gekostet. Einen Teil davon hat die Gemeinde bezahlt. Die Arbeiten habe die Firma Stiller aus Bayrischzell mit Unterstützung des Bauhofs durchgeführt.

Für den Bürgermeister ist die Spende eine echte Auszeichnung. So fördert die Stiftung nur Projekte, die mit der Philosophie ihrer Gründer, die die „Qualität des menschlichen Daseins“ als zentralen Grundwert sehen, im Einklang stehen. „Die Gemeinde Fischbachau ist sehr stolz, dass die Oh-Do-Kwan-Stiftung diese Grundvoraussetzungen für den Barfuß- und Meditationsweg an der Leitzach als erfüllt sieht“, ist in den Unterlagen zur Gemeinderatssitzung zu lesen.

Der rund 70 Meter lange Rundkurs des Barfußpfads bietet verschiedene Bodenbeläge wie Kies, Tannenzapfen, Bachsteine, Wiese, Hackschnitzel und Rindenmulch. Neben dem Erleben der Sinneseindrücken an den Sohlen können die Besucher auf einer Balancestrecke auch ihr Gleichgewicht trainieren. Eine Parkbank lädt danach zum Ausruhen ein.

Alt und Jung gleichermaßen sollen auf dem Pfad auf ihre Kosten kommen, betonte Lechner. Hinzu kommen die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit. So haben Mediziner herausgefunden, dass das Barfußgehen das Immunsystem stärkt, Kopfschmerzen bekämpft sowie die Fuß- und Venen-Waden-Muskulatur kräftigt.

Die ersten Tester haben sich bereits von der Qualität des neuen Pfads überzeugt, berichtete Lechner. „Unsere Mädels von der Tourist-Info haben ihn schon ausprobiert.“ Auch positive Rückmeldungen von Gästen seien eingegangen. Der Bürgermeister hofft, dass das auch in Zukunft der Fall ist. „Es wäre schön, wenn der Weg in diesem Zustand erhalten bleibt“, sagte er. „Das ist heutzutage leider nicht ganz einfach.“

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