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Der Platz wäre vorhanden: Rechts neben dem sanierten alten Feuerwehrhaus am Elbacher Kirchplatz könnte die neue Aussegnungshalle gebaut werden.

Pläne liegen seit 2011 in der Schublade

Darum will in Elbach niemand eine neue Aussegnungshalle

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Dem Elbacher Friedhof fehlt ein zentrales Element: eine Aussegnungshalle. Dass das niemanden stört, liegt an der kleinen Blutkirche. Solange das so bleibt, wird nicht gebaut.

Elbach – Dem Elbacher Friedhof fehlt ein zentrales Element: eine Aussegnungshalle. Dass das niemanden stört, liegt an der Blutkirche. Das kleine Gotteshaus neben der Pfarrkirche St. Andreas wird von vielen Trauergesellschaften als würdiger Rahmen für den Abschied von ihrem Verstorbenen geschätzt. „Die Leute finden das sehr pietätsvoll“, berichtet Fischbachaus Bürgermeister Josef Lechner.

Dennoch wird das Kirchlein damit eigentlich zweckentfremdet. Das sei immer dann ein Problem, so Lechner, wenn beispielsweise parallel ein Orgelkonzert stattfinden soll. Um den Engpass zu beseitigen, hat die Gemeinde im Zuge der Dorfentwicklung Elbach die Planung einer neuen Aussegnungshalle vorangetrieben.

Der Entwurf aus dem Jahr 2011 liegt fertig in der Schublade. Er sieht einen Neubau rechts vom bereits sanierten, alten Feuerwehrhaus am Kirchplatz vor. Die Optik der beiden Baukörper soll sich quasi spiegelbildlich gleichen. Damit die Trauernden nicht im Regen stehen müssen, sollen Feuerwehrhaus und Aussegnungshalle mit einem „filigranen Flachdach“ verbunden werden. Dadurch entstünde auch ein neuer Zugang zum dahinterliegenden Friedhof, erklärt der Bürgermeister. Die Kostenschätzung – ebenfalls aus 2011 – betrage 200 000 Euro. Fördermittel gibt es keine.

Das ist auch ein Grund, warum die Halle bislang nicht gebaut wurde. Einfach mal so eine solche Summe hinzulegen, kommt für Lechner nicht infrage. „Das machen wir erst, wenn die Nachfrage da ist.“ Und noch steht die Blutkirche hoch im Kurs.

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