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Mit Trak toren und Schaufeln verteilten Josef Obermaier (vorne) und seine Helfer an der Rennbahn den Schnee und walzten ihn fest. 

Event am Sonntag im Leitzachtal

So präpariert Hans Obermaier den Boden fürs Pferderennen

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Fischbachau - Am Sonntag ist es wieder soweit: Über die Rennbahn in Streitwies bei Fischbachau donnern die Pferde beim Schlittenrennen. Wie Hans Obermaier dafür den Boden herrichtet, erzählt er im interview.

Am Sonntag gehen in Streitwies Pferde und Ponys beim Schlittenrennen an den Start. Wenn zum Beispiel die Haflinger mit bis zu 600 Kilogramm pro Pferd über die 400 Meter lange Rennstrecke donnern, muss der Boden dafür gut präpariert sein. Das machen Hans Obermaier (54) und die anderen Pferdefreunde aus dem Leitzachtal vorab. Weil es heuer rechtzeitig geschneit hat, sollte es mit der Bahn kein Problem geben. Wir haben bei Obermaier, der seit 21 Jahren bei den Pferdefreunden im Vorstand ist, nachgefragt, wie so eine Rennbahn im Schnee eigentlich präpariert wird.

Herr Obermaier, ist die Bahn fürs Rennen denn schon hergerichtet?

Obermaier: In den vergangenen Tagen, seit es eben mehr Schneefall hat, haben wir ständig präpariert. Die Strecke wird am Anfang mit der Pistenraupe geebnet und dann immer wieder mit einem schweren Hydraulikglätter und einer Wiesenwalze festgedrückt. Der Untergrund der Bahn ist jetzt etwa zwölf bis 15 Zentimeter dick. Das reicht. Ein Problem, dass die Bahn nicht hält, hatten wir noch nie.

Egal, wie viele Pferde darüber laufen?

Obermaier: Wir haben schon eine Teilnehmerbeschränkung, aber nur aus Platzgründen. Pro Lauf wollen wir nicht mehr als sieben Starter auf die Bahn lassen. Die Bahnnummer wird vorher ausgelost. Aber auch wenn mehrere Pferde über die Bahn laufen und auch, wenn gerade die Kaltblüter einiges wiegen, hält der Boden. Wie auf einer Wiese auch, sinken die schon mal ein. Aber die Pferde haben guten Halt, auch in den Kurven.

Aber Tauwetter und Regen waren da sicher nicht optimal.

Obermaier: Das macht gar nichts. Die Strecke ist gut genug. Nur wenn es jetzt noch mal drauf schneit, müssen wir ran. Alles was obendrauf kommt, wird mit dem Schneepflug wieder runter geholt. Denn das verbindet sich mit der präparierten Strecke jetzt nicht mehr. Bis zum Renntag darf da jetzt keiner mehr drauf. Auch zum Training nicht.

Das heißt, die Pferdefreunde haben schon alles fürs Rennen vorbereitet?

Obermaier: Nein. Wir müssen an der Bahn zu den Zuschauern noch den Schneezaun anbringen. Da müssen wir die Auflagen der Gemeinde erfüllen, und schließlich ist das Ganze auch nicht ganz ungefährlich. In den 22 Jahren, in denen wir die Schlittenrennen veranstalten, ist bis jetzt zum Glück nichts Gravierendes passiert.

nip

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