+
Blicken gut gerüstet in die Zukunft: (v.l.) Kreisbrandmeister Stefan Eisenrieth, Fischbachaus Feuerwehrkommandant Marinus Gasteiger, Johann Acher (25 Jahre aktiv), Feuerwehrvereinsvorsitzender Benedikt Greinsberger, Zweiter Kommandant Dori Klarer und Zweiter Vorsitzender Stefan Baumgartner.

Sanierung und Anbau an Gerätehaus noch nicht genehmigt

Feuerwehr Fischbachau plant Runderneuerung - und wartet aufs Landratsamt

  • schließen

Bei der Feuerwehr Fischbachau stehen einige Modernisierungen an. Allerdings kommen die nicht alle so schnell, wie es Kommandant Marinus Gasteiger und seine Truppe gerne hätten.

Fischbachau – Neue Schutzanzüge, ein neues Fahrzeug, ja sogar ein neues Gerätehaus: Bei der Freiwilligen Feuerwehr Fischbachau stehen einige Modernisierungen an. Allerdings kommen die nicht alle so schnell, wie es Kommandant Marinus Gasteiger und seine 60-köpfige Truppe gerne hätten. Vor allem das Warten auf die Genehmigung der Sanierung und des Anbaus an ihr Hauptquartier durch das Landratsamt stellt die Nerven der sonst so besonnenen Einsatzkräfte auf eine harte Probe, wie nun am Rande der Hauptversammlung der Feuerwehr im Gasthof zur Post bekannt wurde.

Seit September würden die Pläne bei der Behörde liegen, erklärt Gasteiger auf Nachfrage unserer Zeitung. Trotz mehrfacher Nachfrage – auch vonseiten der Gemeinde – habe man nichts mehr gehört. Das eigentlich geplante Ziel, den Umbau noch 2020 abzuschließen, rückt damit zunehmend außer Reichweite. Bei der Hauptversammlung der Feuerwehr sicherte Fischbachaus Bürgermeister Josef Lechner der Truppe aber seine volle Unterstützung zu. Er werde alles in Bewegung setzen, dass die Pläne schnellstmöglich am Landratsamt behandelt werden. Darauf baut auch der Kommandant: „Wir wollen loslegen“, sagt Gasteiger.

Während sich das Zuhause der Feuerwehr noch verändern wird, hat es das Einsatzspektrum bereits getan. Wie Gasteiger in seinem Bericht erläuterte, werden die Retter vermehrt zu medizinischen und technischen Hilfeleistungen gerufen. Darauf werde mittlerweile auch in den Ausbildungen mehr wert gelegt. Dennoch, mahnte der Kommandant, dürfe man die Löschübungen nicht vernachlässigen, um weiter für den Ernstfall gerüstet zu sein.

60 Einsätze im vergangenen Jahr

Im vergangenen Jahr mussten die Fischbachauer Feuerwehrler insgesamt 60 Mal ausrücken, davon 29 Mal zu technischen Hilfeleistungen, 15 Mal zu Sicherheitswachen und fünf Mal zu Löscheinsätzen. Zwölf Einsätze waren auf die Schneekatastrophe im Januar zurückzuführen. „Zum Glück sind wir weitgehend verschont geblieben“, sagte Gsteiger. An den 13 Übungen beteiligten sich im Schnitt 25 Männer, was Gasteiger als Zeichen der intakten Kameradschaft wertet. Lobend hob er ferner die gemischte Gruppe hervor, die 2019 die Prüfung für ein Leistungsabzeichen mit Erfolg abgelegt hat. Dass es der Feuerwehr auch am Nachwuchs nicht fehlt, zeigen die sieben neuen Aktiven, die im vergangenen Jahr zur Truppe gestoßen sind.

Lesen Sie auch: Groteske Szenen bei Alarmierung: Feuerwehrler wollen helfen - doch Einsatzfahrzeuge sind zugeparkt

Während das Gerätehaus noch in der Warteschleife hängt, geht es an anderer Stelle deutlich schneller voran. So bedankte sich Gasteiger bei der Gemeinde für die „reibungslose Zusage“ der neuen Schutzkleidung, die den heutigen Vorschriften voll entspricht und zudem das Erscheinungsbild aller Feuerwehren in der Kommune (neben Fischbachau sind dies Wörnsmühl, Hundham und Elbach) vereinheitlichen soll. Aus Altersgründen ausgetauscht wird das 30 Jahre alte, geländegängige Tanklöschfahrzeug. Es wird durch ein neues Modell mit vergleichbaren Funktionen ersetzt, teilt Gasteiger mit. Gerade bei Löscheinsätzen in abgelegenen Gebieten, die nur über schmale Straßen erreichbar sind und über keinen ausreichenden Wasseranschluss verfügen, sei dieses Fahrzeug unabdingbar.

Mit der Vergangenheit aufgeräumt hat die Feuerwehr Fischbachau in finanzieller Hinsicht. Turbulenzen in der Kassenführung, die der heutige Vereinsvorstand um seinen Vorsitzenden Benedikt Greinsberger aber nicht zu verantworten hatte, seien bereinigt worden, teilt die Feuerwehr mit. Der Bürgermeister dankte dabei vor allem dem aktuellen Kassier Gerhard Eisenkolb. „Er hat das hervorragend gemacht und alles geordnet abgegeben“, sagte Lechner.

Einen erfreulichen Überschuss verkündete Atemschutzleiter Ferdinand Vitzthum. 20 Fischbachauer Feuerwehrmänner stünden für das Tragen von Atemschutzgeräten zur Verfügung – zwei mehr als vorgeschrieben. Eine Ehrung gab es auch noch bei der Hauptversammlung: Johann Acher wurde für 25 Jahre aktiven Dienst ausgezeichnet. Bei allen Neuerungen gibt es also auch viele konstante Größen in der Truppe.

sg

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Pfarrer Sergel hat seine Gemeinde durchleuchtet und Interessantes herausgefunden
Die evangelische Kirchengemeinde Miesbach hat ihre Mitglieder statistisch durchleuchtet. In unserem Gespräch erklärt Pfarrer Erwin Sergel, welche Überraschungen er dabei …
Pfarrer Sergel hat seine Gemeinde durchleuchtet und Interessantes herausgefunden
Bürgermeisterkandidat Florian Hupfauer: Wer seine Heimat liebt, macht sie besser
Florian Hupfauer kandidiert 2020 für das Miesbacher Bürgermeisteramt. Sein Lebensmittelpunkt war und ist immer in Miesbach und somit konnte er seit seiner frühesten …
Bürgermeisterkandidat Florian Hupfauer: Wer seine Heimat liebt, macht sie besser
Stadt Miesbach will für Waitzinger Park klagen
Miesbach rüstet sich für die nächste Abfuhr im Kampf für seine Bäume. Nachdem der Eilantrag des Landkreises vor dem Verwaltungsgericht München keinen Erfolg hatte, will …
Stadt Miesbach will für Waitzinger Park klagen
Das ist der Neue an der Spitze der Kreissparkasse
„Wir können mehr, als man uns zutraut“, sagt Udo Stefan Schlipf. Der 55-Jährige ist der Neue im Vorstand der Kreissparkasse. Was er über die Bank, den Landkreis und …
Das ist der Neue an der Spitze der Kreissparkasse

Kommentare