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Kurios

30 000 Euro – und keiner weiß wofür

Das gibt‘s auch nicht alle Tage: Das Innenministerium spendiert einer Gemeinde eine Menge Geld, aber die fragt sich: Warum eigentlich?

Fischbachau– Schön, wenn man Geld bekommt. Da ist es vielleicht auch egal, wenn man nicht so recht weiß, wofür eigentlich. So geschehen nun in Fischbachau. Aus dem Bayerischen Städtebauförderprogramm erhält die Gemeinde 30 000 Euro. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, die das Innenministerium verschickt hat. Dies allerdings noch bevor die Förderbescheide bei den glücklichen Empfängern ankamen. Und weil Fischbachau drei Förderanträge bei diesem Programm laufen hat, weiß selbst Bürgermeister Josef Lechner (CSU) nicht, was er mit dem Geldsegen anstellen soll.

Der Rathaus-Chef mutmaßt, dass es sich um die abschließenden Arbeiten am neuen Parkplatz an der Badstraße handelt. Hier soll noch eine Busspur entstehen. Zudem fehlen noch Leitungen für die Beleuchtung, die noch nicht verlegt werden konnten, weil mit ihnen auch eine Ladesäule für E-Mobile versorgt werden soll. Auch für die hofft Fischbachau auf Fördergelder, darf ohne Bescheid aber nicht loslegen, sonst ist das Geld weg.

Anpacken möchte die Gemeinde die Zufahrt zum Kurpark sowie das Thema Toiletten am Feuerwehrhaus. Womöglich ist das Geld dafür. In der Pressemitteilung steht als Maßnahme nur der Begriff Ortsmitte. Klarheit schafft erst der Förderbescheid. Neben Fischbachau werden viele andere Gemeinden bedacht – die meisten ebenfalls mit 30 000 Euro, darunter auch die Marktgemeinde Holzkirchen (wir berichteten), die vor demselben Problem wie Fischbachau steht.

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