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Sie rücken nicht nur aus, wenn es brennt: Auch bei Straßensperrungen für Veranstaltungen sind die Feuerwehren im Einsatz. Den Aufwandsersatz rechnen die Gemeinden anhand einer Gebührensatzung ab.

Rathaus kann Leistungen in Rechnung stellen

Feuerwehrgebühren: Gemeinderat beschließt neue Satzung - Frage nach Triathlon

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Im Leben ist nichts gratis. Auch nicht ein Feuerwehreinsatz. Der Gemeinderat Fischbachau hat nun neue Gebühren für die Abrechnung beschlossen. Auch der Alpentriathlon war Thema.

Fischbachau/Schliersee– Die Preisliste ist lang. So gut wie jeder Arbeitsschritt und jeden Hilfsmittelgebrauch ist im Gebührenverzeichnis für Feuerwehrleistungen in der Gemeinde Fischbachau penibel aufgelistet. 86,73 Euro pro Stunde plus 4,75 Euro pro Kilometer Anfahrtstrecke werden für das große Tragspritzenfahrzeug fällig, 65,90 Euro pro Stunde für das Brennschneidegerät, 24 Euro für jeden Feuerwehrler. Fast schon ein Schnäppchen sind da die Motorsäge mit sechs Euro pro Stunde oder das Ölbindemittel mit 2,50 Euro je Kilo. Beim Fehlalarm einer Brandmeldeanlage wird es mit einer Pauschale von 300 Euro hingegen richtig teuer.

Nicht immer stoßen diese Gebühren auf Verständnis. So klagte unlängst ein Unfallverursacher gegen den von der Gemeinde Marktschellenberg (Kreis Berchtesgadener Land) erhobenen Aufwandsersatz. Und auch beim Schlierseer Alpentriathlon gab es im Vorjahr Verwirrungen um die Abrechnung der Feuerwehrleistungen für die Absicherung der Strecke (wir berichteten). Dieses Thema kam nun auch im Fischbachauer Gemeinderat auf, als es um die Anpassung der alten Feuerwehrsatzung aus dem Jahr 2009 ging.

Die Neufassung selbst segnete das Gremium einstimmig und ohne Diskussion ab. Wie Kämmerin Veronika Rauscher erklärte, ist diese in erster Linie wegen der mittlerweile modernisierten technischen Ausstattung der vier Feuerwehren Fischbachau, Elbach, Hundham und Wörnsmühl im Gemeindegebiet notwendig. Bei den Personalkosten habe man sich an der Mustersatzung des Bayerischen Gemeindetags orientiert. Die Erhöhungen selbst seien aber moderat, sagte Rauscher.

Die Gemeinderäte interessierte derweil mehr, in welchen Fällen die Satzung wie angewandt wird. „Wie läuft das mit dem Alpentriathlon?“, wollte Michael Gartmaier (CSU) konkret wissen. Im vergangenen Jahr habe es ja Schwierigkeiten gegeben.

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Eigentlich sei alles klar geregelt gewesen, klärte Bürgermeister Josef Lechner (CSU) auf. Weil es sich beim Alpentriathlon um eine Veranstaltung mit touristischem Mehrwert über die Region hinaus handle, hätten sich die betroffenen Gemeinden Schliersee, Hausham, Irschenberg und Fischbachau sowie die Stadt Miesbach darauf geeinigt, der durchführenden Agentur nur die Personal-, nicht aber die Maschinenkosten in Rechnung zu stellen. 2018 habe aber ein Rathaus – einen Namen nannte Lechner nicht – darauf bestanden, den vollen Satz zu verlangen. „Die haben wir dann aber noch überzeugen können.“ Um dem Veranstalter diese Unsicherheit 2019 zu ersparen, wollte man sich diesmal frühzeitig zusammensetzen.

Bislang sei es dazu aber noch nicht gekommen, räumte Lechner ein. Mit der Organisation des Gesprächs sei Schliersees Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (CSU) betraut. Der erklärt auf Nachfrage unserer Zeitung, dass die Besprechung in Kürze stattfinden soll. Ziel sei es, sich auf ein Abrechnungsmodell zu einigen. Daran führt auch für Lechner kein Weg vorbei. „Alles andere wäre nicht fair.“

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Beim neuen Veranstalter Plan B event gibt man sich gelassen. „Wir haben bereits mit allen Feuerwehrkommandanten gesprochen und gehen davon aus, dass es eine gute Lösung geben wird“, teilt Projektleiterin Julia Kraut auf Anfrage mit. Damit auch alle Anlieger rechtzeitig von den Streckensperrungen erfahren, werde man neben Anzeigen in den Medien auch Flyer in Läden und den Rathäusern auslegen. Kraut: „Jeden Einzelnen verständigen können wir leider nicht.“

sg

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