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Fischbachau: Hagnbergstraße soll saniert werden

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Von: Christian Masengarb

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Marode: Weil die Hagnbergstraße marode ist, landete sie an der Spitze der Fischbachauer Sanierungsliste. Der Gemeinderat beschloss nun, sie zu erneuern.
Marode: Weil die Hagnbergstraße marode ist, landete sie an der Spitze der Fischbachauer Sanierungsliste. Der Gemeinderat beschloss nun, sie zu erneuern. © Thomas Plettenberg

Die Fischbachauer Hagnbergstraße soll saniert werden. Die Gemeinde erwartet Kosten um 450 000 Euro, muss aber zunächst noch Grundstücksfragen klären.

Fischbachau – Wer von der B 307 auf die Hagnbergstraße Richtung Hammer einbiegt, trifft gleich an der Einmündung zum Ort auf die ersten Schlaglöcher. Weil die Straße auch im weiteren Verlauf holprig bleibt, hat der Fischbachauer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung grundsätzlich und einstimmig beschlossen, sie zu sanieren.

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Fischbachau: Hagnbergstraße soll saniert werden

Auf die Agenda gehoben haben die Hagnbergstraße Bürgermeister Stefan Deingruber (CSU) sowie die beiden Wegereferenten Martin Bacher (FWG) und Andreas Gschwendtner (CSU) bei der Inspektion des Verkehrsnetzes mit Bauamtsleiter Werner Wagner. Sie prüften in ganz Fischbachau, welche Straßen am dringendsten saniert werden müssen, um die Liste budgetgemäß nacheinander abzuarbeiten. Die Sanierung der maroden Hagnbergstraße landete zusammen mit der Erneuerung der Stützwand am Kalvarienberg an der Spitze der Dringlichkeiten.

Die Kosten für die Sanierung dürften im Bereich um 450 000 Euro liegen. Für die Planung der Maßnahme liegt der Gemeinde ein Angebot eines Ingenieurbüros über 50 000 Euro vor, die Kosten für die Sanierung selbst schätzt sie derzeit auf rund 400 000 Euro. Das Ingenieurbüro soll auch Möglichkeiten prüfen, einen Teil der Summe über Fördermittel zu decken. Grunderwerb und Vermessungskosten fehlen in der Kostenrechnung noch, wobei vor allem der erste Punkt interessant ist: Weil die Gemeinde schon vor längerer Zeit festgestellt hatte, dass eingetragene Grundstücksgrenzen und Straßenverläufe oft von den Tatsachen abweichen, hatte der Gemeinderat beschlossen, die Unstimmigkeiten bei Sanierungen durch Grundstückskäufe, Grundstücksverkäufe oder Grundstückstäusche zu bereinigen. Dies betrifft nun auch die Hagnbergstraße: Die Verwaltung darf den Auftrag erst vergeben, wenn alle Grundstücksverhältnisse schriftlich so geregelt sind, dass Plan und Wirklichkeit übereinstimmen. Darauf bestanden die Gemeinderatsmitglieder.

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Baubeginn dürfte ins Jahr 2022 rutschen

Weil das Ingenieurbüro dazu erst einen Grunderwerbsplan ausarbeiten muss, ist noch nicht absehbar, wie die Grundstücksanpassungen die Gesamtkosten beeinflussen. Erheblich verteuern dürften sie das Projekt laut Deingruber keinesfalls. Straßengrund sei verglichen mit Baugrund preiswert, was die Bandbreite möglicher Veränderungen einschränke. Muss die Gemeinde für die Anpassungen mehr Grundstücke verkaufen als kaufen, könnten die Anpassungen die Baukosten sogar senken – auch das aber eher geringfügig

Wegen der vielen offenen Punkte dürfte der Baubeginn ins kommende Jahr rutschen: Hat das Ingenieurbüro den Plan fertig, wird die Gemeinde Gesprächstermine mit den Eigentümern vereinbaren. Verhandlungen, Notartermine, Ausschreibung, Submission und einen Termin mit der ausführenden Firma finden – „die Wahrscheinlichkeit, dass das heuer noch alles stattfindet“, sagt Deingruber, „ist gering“.

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