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Josef Obermaier (r.) will die Nachfolge von Josef Lechner (l.) antreten.

Kommunalwahl 2020 in Fischbachau

Diese zwei Kandidaten sind wahrscheinlich

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2020 könnte es in Fischbachau spannend werden. Die CSU schickt einen Kandidaten ins Rennen, und auch die Freien Wähler denken ernsthaft darüber nach.

Möglicherweise haben die Fischbachauer bald wieder eine echte Wahl. Nachdem ihr aktueller Bürgermeister Josef Lechner jeweils ohne Gegenkandidat in seine zwei Amtszeiten gestartet war, könnte es 2020 spannend werden. Die CSU schickt einen Kandidaten ins Rennen, und auch die Freien Wähler denken ernsthaft darüber nach.

Für Hans Seemüller ist es fast eine historische Verpflichtung. Seit dem Abschied von Bartholomäus Göttfried 1990 saß kein Freier Wähler mehr auf dem Chefsessel im Fischbachauer Rathaus. 30 Jahre später, bei der Kommunalwahl 2020, will die Unabhängige Freie Wählervereinigung diesen Platz zurückerobern.

„Allen Beteiligten ist bewusst, dass diesmal wieder eine geeignete Person aus unseren Reihen antreten sollte“, teilt Seemüller, derzeit Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat, auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Der „Findungsprozess“ für einen FW-Bürgermeisterkandidaten sei im Gange. Vorstandsmitglieder und Gemeinderäte stünden in regelmäßigem Kontakt. Ein Ergebnis, betont Seemüller, könne er noch nicht vermelden. Auch ein Termin für die Nominierung steht nicht fest.

Die CSU hat diesen Schritt bereits gemacht. Wie berichtet, hat deren Ortsvorsitzender Josef Obermaier Ende Februar seinen Hut in den Ring geworfen. Der 52-Jährige gehört seit 2002 (mit einer Unterbrechung von drei Jahren) dem Gemeinderat an und ist Vorsitzender seiner Fraktion. Als Mitglied des Rechnungsprüfungsausschusses und Vorsitzender des Arbeitskreises Kräuter, Kraft, Natur bringt er sich an mehreren Stellen aktiv ein.

Ob es eventuell sogar einen dritten Kandidaten gibt, entscheiden die Freien aktiven Bürger (FaB). Damit ist derzeit aber nicht zu rechnen, sagt Sprecher und Fraktionsvorsitzender Bernhard Padeller: „Stand heute ist nichts in Planung.“ Er selbst schließt eine Kandidatur ohnehin aus. Falls sich aber noch eine Person findet, die sich eine Bewerbung für das Amt vorstellen kann, sei diese willkommen bei den FaB.

Im Gemeinderat wollen diese jedenfalls weiter mit starker Stimme vertreten sein. Die Liste sei bereits zur Hälfte „mit guten Leuten gefüllt“, berichtet Padeller. Bis zur Aufstellungsversammlung im Herbst hofft er auf weitere Bewerber, vor allem auch auf junge Leute – speziell Frauen. „Wir brauchen einen breiteren Bevölkerungsquerschnitt im Gremium.“ Derzeit sind nur zwei von 19 Gemeinderäten weiblich.

Eine von ihnen ist Emmi Göttfried, die zusammen mit Lothar Prack die Fraktion der Neuen Liste bildet. Diese hat aber kein Auge aufs Bürgermeisteramt geworfen, teilt Prack mit: „Dafür sind wir zu klein.“ Mehr Plätze im Gremium hätte die Neue Liste aber schon gerne, meint Prack. Man werde auf jeden Fall mit einer soliden Mannschaft bei der Kommunalwahl antreten. Auch einige neue Namen stünden in Aussicht.

Der amtierende Bürgermeister Josef Lechner (CSU) denkt derweil schon an den Ruhestand. Wobei: So richtig in Rente gehen wird er wohl nicht, sagt er. Er habe Anfragen von einigen Gemeinden und Firmen, die Interesse an seinem Wissen über das Anzapfen von Förderprogrammen hätten. Eine beratende Tätigkeit könne er sich gut vorstellen, meint der scheidende Rathauschef.

Das Amt des Landrats, mit dem er immer wieder in Verbindung gebracht wurde, scheint für Lechner keine Option mehr. Mit „an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ werde ein anderer Kandidat für die CSU antreten, sagt Lechner. Und er sei überzeugt, dass dieser die beste Wahl sei.

sg

Die Serie

Wie es ein Jahr vor den Kommunalwahlen in den einzelnen Kommunen aussieht, welche Herausforderer die Fraktionen ins Rennen schicken wollen und welche Namen gehandelt werden, beleuchten wir in dieser Serie.

Lesen Sie dazu auch unseren Auftaktbericht. Dort finden Sie weitere Links zum Thema Kommunalwahl 2020 in den übrigen Gemeinden.

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