Gärtnern hält fit: Maria Härtwig.
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Gärtnern hält fit: Maria Härtwig.

Hundert rosige Jahre

Fischbachau: Leidenschaftliche Gärtnerin feiert runden Geburtstag ‒ Hohes Alter liegt in der Familie

Im Schnitt werden Frauen in Deutschland 83 Jahre alt. Maria Härtwig ist schon deutlich älter. Offenbar hat es auch was mit ihren Genen zu tun.

Fischbachau – Auf ein ganzes Jahrhundert kann Maria Härtwig zurückblicken. Die Fischbachauerin feierte am vergangenen Samstag ihren 100. Geburtstag im Kreis ihrer Familie – selbstverständlich unter Einhaltung der Coronabestimmungen.

Trotz ihres beachtlichen Alters blüht für die gebürtige Leipzigerin noch das Leben. Vor allem, wenn sie sich ihrer großen Leidenschaft, dem Gärtnern, widmet. Insbesondere Rosen haben es ihr angetan. In großer Zahl hegt und pflegt sie diese auf ihrer Terrasse. „Pflanzen waren schon immer ihr großes Glück“, sagt eine ihrer drei Enkel, Sabine Scherl. „Es ist so schön, sie dabei zu sehen, wie sie auf ihrer Terrasse sitzt, umgeben von ihren Farbklecksen.“

Überhaupt sei die Oma eine bemerkenswerte Persönlichkeit: „Sie verfolgt noch immer mit großem Interesse das Geschehen auf der Welt und diskutiert darüber auch gerne“, sagt die Enkelin lachend. „Die Oma steht mit beiden Beinen im Leben und sagt gerne ihre Meinung.“ Auch die beiden Coronaimpfungen habe sie ohne Komplikationen weggesteckt.

Fischbachau: Leidenschaftliche Gärtnerin Maria Härtwig feiert runden Geburtstag

2015 kam Maria Härtwig mit ihrem Ehemann Heinz aus Stuttgart, wo sie früher in der Maschinenwartung tätig war, nach Fischbachau, wohin sie schon lange gependelt war. Nachdem ihr Mann mit dem sie 75 Jahre verheiratet war, 2016 starb, zog sie zu ihrem Sohn und dessen Frau, die sich seither liebevoll um sie kümmern. Scherl erinnert sich gerne an die vielen Wanderungen früher mit der Großmutter, bei denen sie besonders gern „Schwarzbraun ist die Haselnuss“ anstimmte.

Langlebigkeit scheint in der Familie zu liegen: Maria Härtwigs Mutter wurde 99 Jahre alt, ihre beiden Schwestern sind 92 und 96. Einen Geheimtipp für Gesundheit bis ins hohe Alter hat die Fischbachauerin aber trotzdem: „Immer gude Budder essen.“ Ihre beiden Söhne, die drei Enkel und die vier Urenkel mit ihren Familien hoffen, dass sie weiterhin so fit bleibt, nicht bettlägerig wird und noch lange ihre Meinung kundtun kann. (mh)

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