Feuerwehr
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Die Feuerwehr Fischbachau löschte den Waldbrand (Symbolfoto)

Meterhohe Flammen - „Ziemlich gefährlich“

Grober Fehler: Münchner (24) schüttet heiße Asche auf Kompost - und löst Waldbrand aus

  • Sebastian Grauvogl
    vonSebastian Grauvogl
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Weil er heiße Asche auf einem Komposthaufen entsorgt hat, hat ein Münchner (24) einen Waldbrand in Birkenstein ausgelöst. Die Polizei ermittelt gegen ihn.

Birkenstein – Zwei Meter hoch schlugen die Flammen im Staudenwald, als die Feuerwehr am Sonntagabend an dem Grundstück in Birkenstein eintraf. Eine Fläche von rund vier Quadratmeter stand in Vollbrand, berichtet Marinus Gasteiger, Kommandant der Fischbachauer Truppe, auf Nachfrage unserer Zeitung. „Das hat wild ausgeschaut in der Dämmerung.“

Birkenstein/Fischbachau: Münchner löst Waldbrand aus - „Das war ziemlich gefährlich“

Der Alarm ging gegen 19.30 Uhr. Mit 20 Einsatzkräften gelang es der Feuerwehr Fischbachau, den Brand im Wäldchen mit Wasser abzulöschen. Die in Anfahrt befindlichen Kollegen aus Elbach konnten wieder umdrehen, so Gasteiger.

Das Feuer habe keine 20 Meter von den angrenzenden Häusern am Von-Transehe-Weg entfernt gelodert, berichtet Gasteiger. Bei Daxenfeuern gelte schon ein Abstand von 100 Metern zu bebautem Gebiet als Risiko, erklärt der Kommandant. „Das war ziemlich gefährlich.“

Waldbrand im Landkreis Miesbach: 24-jähriger Münchner meldet sich selbst bei der Polizei

Vor Ort war zunächst kein Verursacher des Brandes festzustellen, teilt die Polizeiinspektion Miesbach mit. Es hätten sich aber erste Hinweise auf einen möglichen Verantwortlichen ergeben. Dieser meldete sich dann einige Zeit später selbst bei der Polizei. Ein 24-jähriger Münchner räumte ein, Asche aus einem Holzofen auf einem Komposthaufen entsorgt zu haben. Anschließend sei er weggefahren. Währenddessen geriet das Gestrüpp durch die Hitze der Glut in Brand. 

Der Sachschaden durch das Feuer beläuft sich laut Polizei auf circa 200 Euro. Gegen den Münchner wird nun unter anderem wegen Herbeiführens einer Brandgefahr ermittelt. 

Die Meldung kommt zu einem heiklen Zeitpunkt: Einige Menschen rund um den Tegernsee waren zuletzt alles anderes als gut auf Ausflügler aus München zu sprechen. Sogar zu verbalen Übergriffen kam es. Dem Ansturm tut das keinen Abbruch.

sg

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