Fischbachau: Rettungswache wird später fertig
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Verzögerung im Terminplan: An dieser Stelle in Aurach entsteht die neue Rettungswache. Mittlerweile haben die Bauarbeiten begonnen. Sie dauern bis Ende des Jahres.

Beginn auf „kleiner Baustelle“

Fischbachau: Rettungswache wird später fertig

  • Christian Masengarb
    vonChristian Masengarb
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Die Fertigstellung der neuen Rettungswache in Aurach verzögert sich um gut zwei Monate. Auf die Versorgungssicherheit der Bevölkerung hat dies aber keine Auswirkungen.

Fischbachau – Noch im April hatte der damalige Fischbachauer Bürgermeister Josef Lechner (CSU) betont, die Rettungswache in Aurach müsse unbedingt Ende Oktober schlüsselfertig übergeben werden, weil spätestens dann die Rettungskräfte der Ambulanz Rosenheim aus ihrer derzeitigen Unterkunft einige Häuser weiter ausziehen müssten. Eine Verzögerung und der Ausfall der Rettungswache mit 1400 Einsätzen pro Jahr könnten die Versorgungssicherheit gefährden. Das könne sich die Gemeinde nicht leisten, hieß es damals.

Rettungswache Fischbachau: Start auch in „kleiner Baustelle“

Dennoch musste der aktuelle Bürgermeister Johannes Lohwasser (FWG) jetzt eine Verzögerung verkünden – eine deutliche. „Die Fertigstellung ist Ende 2020 realistisch.“ Das wäre zwei Monate nach dem ursprünglichen Plan. Mit Corona habe der Aufschub nichts zu tun, sagt Bauamtsleiter Werner Wagner auf Nachfrage. Eine Abwasserleitung müsse umverlegt werden. Das verzögere das Projekt.

Ein Problem, so machte Lohwasser kürzlich im Gemeinderat deutlich, sei die Verzögerung aber nicht. „Es ist mit dem Betreiber so geregelt, dass Ende des Jahres für beide Seiten realistisch ist.“ Heißt: Der ausführende Generalunternehmer Vogt wird sich zunächst voll auf das Haus konzentrieren. Außenanlagen und alles, was nicht für den Betrieb der Ambulanz nötig ist, folgen später. Die Ambulanz kann derweil also schon einziehen und mit der Arbeit beginnen, bevor das Drumrum fertig ist.

„Mein Stand ist, dass wir spätestens Ende Oktober einziehen können“, bestätigt Gabriel Mayer, Geschäftsführer der Ambulanz Rosenheim. Die Rettungswache werde das Gebäude auch nutzen, wenn es noch eine kleine Baustelle ist. „Aus unserer Sicht funktioniert das alles.“ Ohnehin will Bauamtsleiter Wagner den Oktober als Fertigstellungstermin noch nicht ganz aufgeben: „Vielleicht schaffen wir es ja doch noch.“

Eine Verzögerung beim Bau der Rettungswache wäre indes keine Überraschung. Mit elf Monaten von Baubeschluss bis Übergabe war der ursprüngliche Bauplan ambitioniert, wie auch Lechner betont hatte. Ein Beispiel: Um in Aurach fristgerecht bauen zu können, hatte die Gemeinde Generalunternehmer Vogt noch vor der Erteilung der Baugenehmigung durch das Landratsamt mit der Fertigung größerer Module des Hauses beauftragt.

Dieser Plan scheint sich auszuzahlen. Wie Lohwasser mitteilte, hat das Landratsamt die Baugenehmigung inzwischen erteilt. Auf dem Gelände hat somit der Bau begonnen. Derzeit gießen die Arbeiter die Beton-Bodenplatte, berichtet Wagner. Sobald diese fertig ist, sollen die Fertigteile des Gebäudes aufgestellt werden.

Wie berichtet, tritt die Gemeinde als Bauherr der Rettungswache auf, um deren langfristige Nutzung kontrollieren zu können. Ursprünglich hatte die Ambulanz Rosenheim das Gebäude selbst bauen wollen, war damit aber im Gemeinderat durchgefallen.

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