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Momentan der letzte seiner Art: kleines Briefkästchen in Fischbachau.

Bürgermeister droht mit Medien

Fischbachau verliert letzten großen Briefkasten

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Es kommt grad Dicke für die Flächengemeinde im Leitzachtal: Bald sollen sie von der Außenwelt abgeschnitten werden, und jetzt gibt‘s nicht mal mehr einen ausreichenden Briefkasten...

Fischbachau – Bürgermeister Josef Lechner (CSU) ist sauer. „Das ist eine Katastrophe mit der Post“, schimpft er. Vor Jahren hatte die Gemeinde mal eine eigene Postzentrale, die dann auf eine Verteiler-Stelle reduziert wurde. Die gibt’s jetzt auch nicht mehr. Weil die Post spart, fährt das gelbe Auto erst nach Bad Feilnbach, lädt dort Pakete und Briefe ein und verteilt sie dann in Fischbachau. Zumindest einen Briefkasten gab es bislang noch – dort, wo früher mal die Postzentrale war. Das war einmal.

Als die Verteilstelle schloss, wollte der Vermieter auch den Briefkasten dort nicht mehr haben. Für die Post anscheinend kein Problem, sie hat den Kasten vergangene Woche eben abgebaut. „Ohne uns zu informieren“, sagte Lechner jetzt im Gemeinderat und schüttelte fassungslos den Kopf. Dabei hätte er einen alternativen Standort gehabt. Er rief bei der Post an und quälte sich durch die Warteschleife. Erst als er mit den Medien gedroht habe, habe sich jemand seines Problems angenommen, berichtete er.

Das Problem ist Folgendes: Der einzige Briefkasten in Fischbachau, den es nun noch gibt, ist zu klein. „Der ist schon voll, wenn da nur die Gemeinde ihre Post einwirft“, sagt Lechner. Also bemühte er sich darum,, dass die Gemeinde wieder einen größeren Briefkasten bekommt. Der soll am heutigen Donnerstag aufgebaut werden, neben der Raiffeisenbank am Kirchplatz.

Die Frage im Gemeinderat nach einem Briefmarkenautomaten, wie es ihn früher mal im Ort gegeben hat, beantwortete der Rathauschef mit bitterem Lachen. Da gebe es gar keine Chance mehr. „Das hat die Post outgesourct.“

nip

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