Bluttat: Mehrere Menschen in Finnland niedergestochen

Bluttat: Mehrere Menschen in Finnland niedergestochen
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Freuen sich auf viele junge Gärtner: (v.l.) Maria Jost-Simbeck, Zweite Vorsitzende des Kreisverbands für Obst-, Gartenbau und Landespflege, Kreisvorsitzende Simone Kerkel, Fischbachaus Bürgermeister Josef Lechner und Öko-Modellregionsmanagerin Marika Kinsh ofer mit den Salat-Setzlingen, die sie an Grundschüler verteilen wollen.

Aktion der Gartenbauvereine an Grundschulen

Das grüne Wunder aus dem Topf

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Das Projekt „Da haben wir den Salat“ der Gartenbauvereine im Landkreis Miesbach soll Grundschülern die Freude am natürlichen Anbau von Lebensmitteln vermitteln. 

Landkreis – Nur vier Wochen dauert es, bis die Kinder die erste Ernte einfahren können. „Mit Pflücksalat kommen sie schnell zum Erfolg“, sagt Josef Pöhm, der die Gärtnerei auf Gut Wallenburg bei Miesbach leitet. Rund 3000 Setzlinge werden Pöhm und seine Mitarbeiter für die Aktion „Da haben wir den Salat“ vorbereiten. Großziehen sollen sie Grundschüler aus dem gesamten Landkreis.

Die Idee hat Maria Jost-Simbeck, Zweite Vorsitzende und Jugendbeauftragte des Kreisverbands für Obst-, Gartenbau und Landespflege, von einer Schule aus dem Kreis Rosenheim mitgebracht. Als sie bei der Hauptversammlung der Gartenbauvereine davon erzählte, spitzte auch Fischbachaus Bürgermeister Josef Lechner die Ohren. „Ich war da als Wahlleiter vor Ort“, erklärt Lechner.

Dass das Pflanzen bei den Schulkindern gut ankommt, weiß er aus eigener Erfahrung. Seit mehreren Jahren schenkt seine Gemeinde allen Erstklässlern einen Obstbaum, den diese mit fachlicher Unterstützung der beiden örtlichen Gartenbauvereine aufziehen dürfen. „Nicht nur die Kinder sind da mit Begeisterung dabei“, sagt Lechner.

Genauso soll es nun auch mit den Pflücksalaten ablaufen. Das Startpaket des Gut Wallenburg kostet jeweils 1,50 Euro und beinhaltet neben dem Substrat im Topf ein kleines Päckchen Dünger und zwei kleine Pflänzchen Eichblattsalat – eines in grün und eines in rot. Am 19. Juni werden die Mitarbeiter der teilnehmenden Gartenbauvereine Erde und Pflanzen in Wallenburg abholen und in den Klassenzimmern verteilen. Dort pflanzen die Schüler den Salat selbst ein und dürfen diesen dann zur weiteren Pflege mit nach Hause nehmen. „Natürlich in einer umweltfreundlichen Papiertüte“, sagt Jost-Simbeck. Obendrein gibt es ein Merkblatt, das auch Familien ohne grünen Daumen eine reiche Ernte ermöglicht. Anspruchsvoll ist Salat ohnehin nicht, meint Jost-Simbeck. „Man muss ihn einfach soviel gießen, dass er nicht trocken wird.“ Und vor Schnecken schützen sollte man die zarten Pflänzchen natürlich auch.

Ziel der Aktion ist es, die Kinder und ihre Familien für die naturnahe Erzeugung von Lebensmitteln zu begeistern, erklärt Öko-Modellregionsmanagerin Marika Kinshofer. „Da erfahren sie viel mehr, wie wenn sie nur darüber lesen.“ Bezahlt werden die Setzlinge im Topf mit Fördermitteln aus den Öko-Modellregionsprojekten „Regionalprodukte in Schulen“ und „Ernährungsbildung“. Die ersten Schulen haben sich bereits angemeldet, berichtet Jost-Simbeck. Sie rechnet am Ende mit 1500 Teilnehmern. „Wir zahlen aber auch gerne für 3000 Schüler“, sagt Lechner schmunzelnd.

Mit ein bisschen Kreativität ließe sich die Salataktion in den Lehrplan jeder Klasse integrieren, sind die Organisatoren überzeugt. Ob über das Wunder der Schöpfung im Religionsunterricht oder die Berechnung der benötigten Liter Erde in Mathematik. Am schönsten sei aber die erste Ernte, erzählt Kreisverbandsvorsitzende Simone Kerkel. Noch heute erinnert sie sich mit Freuden, wie die Kinder bei der Schnittlauchaktion vor zwei Jahren staunend vor dem grünen Wunder in den Töpfen gestanden sind. „Viele wollten danach selbst öfter Schnittlauch essen“, sagt Kerkel. Sie ist guter Dinge, dass das bald auch für Blattsalat gilt.

sg

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