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Abschied vom Kirchplatz: (v.r.) Bruno und Elisabeth Heger haben nach 21 Jahren ihr Café in Fischbachau aufgegeben. Mit auf dem Bild sind Tochter Katrin (2.v.l.) sowie die Mitarbeiterinnen (v.l.) Leni Funk, Rosi Hirsch und Monika Maier.

Konditoren-Ehepaar wünscht sich mehr Freizeit

Die Hegers verabschieden sich aus ihrem Café in Fischbachau

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Nach 21 Jahren haben sich Elisabeth und Bruno Heger am Ostersonntag aus Fischbachau verabschiedet. Ab 1. Mai steht ihr Café unter neuer Führung. Die Hegers konzentrieren sich künftig auf Hundham.

Fischbachau – Ein gemeinsamer Sonntagsspaziergang war für Bruno und Elisabeth Heger in den vergangenen 21 Jahren in etwa so wahrscheinlich wie ein Frühstück ohne Backwaren. Während andere Paare an der frischen Luft unterwegs waren, bedienten sie von 8 bis 18 Uhr die Gäste in ihrem Café am Fischbachauer Kirchplatz. Am Vormittag bestückten sie das Frühstücksbüffet, am Nachmittag verteilten sie Tortenstücke an den Tischen. Am Ostersonntag haben die Hegers nun ihre Filiale in Fischbachau aufgegeben.

„Ich werde 60 und der Pachtvertrag ist auch ausgelaufen“, begründet Bruno Heger seine Entscheidung. Leicht ist sie ihm aber nicht gefallen. Doch sein Sohn Christoph könne wegen seiner Mehlstauballergie nicht in der Backstube arbeiten, und Tochter Katrin erwarte ein Kind. Langweilig wird den Hegers trotzdem nicht. Ihre Produktionsstätte samt Laden in Hundham bleibt geöffnet. Am Sortiment aus Torten, Backwaren und Eis ändert sich ebenfalls nichts. Auch die Kunden in Pensionen, Hotels und Supermärkten will das Paar weiter beliefern. Auf ein Plus an Freizeit können sich die Hegers dennoch freuen: In Hundham haben sie sonntags nur bis 10 Uhr auf.

1992 hat Bruno Heger das Geschäft von seinem Vater übernommen, nur vier Jahre später erhielt er das Angebot, den ehemaligen Lebensmittelladen am Fischbachauer Kirchplatz zu pachten. 400 000 Mark steckte er in den Umbau. „Das war ein großer Schritt“, sagt Heger.

Der Abschied erforderte nun nicht ganz so viel Mut. In Bäcker Hans Gschwendtner aus Irschenberg hat der 59-Jährige einen Nachfolger gefunden. Der will laut Heger das bestehende Konzept weiterführen, auch eine der beiden Mitarbeiterinnen bleibt an Bord. Nach einer kurzen Umzugspause hat das Café ab 1. Mai wieder geöffnet. 

sg

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