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Die Leitzach an der Staatsstraße auf Höhe des Krugalmwegs im Fischbachauer Ortsteil Hammer.

Nach Ärger über Formulare

Hochwasserschutz für Öltanks: Landratsamt gewährt Anwohnern längere Frist

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Die Ankündigung des Landratsamts sorgte für Aufregung: Binnen sechs Wochen sollten die Anwohner in Hammer ihre Heizöltanks gegen Hochwasser sichern. Jetzt haben sie doch mehr Zeit.

Fischbachau – Die Ankündigung des Landratsamts sorgte für Aufregung im Fischbachauer Ortsteil Hammer: Binnen sechs Wochen sollten die Anwohner im Überschwemmungsbereich der Leitzach ihre Heizöltanks gegen Hochwasser sichern (wir berichteten). So jedenfalls haben viele Bürger das Schreiben interpretiert, das die Behörde ihnen kürzlich zugestellt hat. „Wir haben viele Nachfragen im Rathaus erhalten“, berichtete Fischbachaus Bürgermeister Josef Lechner (CSU) nun im Gemeinderat. Deshalb habe er sich nochmals im Landratsamt über das genaue Vorgehen erkundigt.

Ursprünglich gehe die Richtlinie bereits auf das Jahr 2012 zurück, so Lechner. Damals seien aber leider nicht alle Betroffenen schriftlich informiert worden. Nun seien neue Bescheide mit einer Frist von sechs Wochen verschickt worden. Diese beziehe sich aber nur auf das Ausfüllen und Zurückschicken des beigelegten Fragebogens, klärte Lechner auf. Wer einen noch nicht gesicherten Öltank im Keller habe, dem blieben danach weitere vier Wochen Zeit, die Anlage von einem Sachverständigen prüfen zu lassen. Eine Verlängerung wird laut Lechner jederzeit gewährt. Er habe sich diesbezüglich beim Landratsamts rückversichert. Zur eigentlichen Behebung möglicher Probleme habe die Behörde aktuell noch keine Frist festgesetzt.

„Wir sind da nur Zuhörer“, erklärte Lechner die Position der Gemeindeverwaltung. Man sei aber gerne bei der Kommunikation behilflich. Fritz Waldhier (CSU) riet den Anwohnern, die Vorschriften in jedem Fall ernst zu nehmen. „Wenn bei einem Hochwasser Öl austritt, kann man das ganze Haus wegwerfen.“ 

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