Schreitet schnell voran: der Neubau der Rettungswache am Ortseingang von Aurach. Mittlerweile läuft der Innenausbau.
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Schreitet schnell voran: der Neubau der Rettungswache am Ortseingang von Aurach. Mittlerweile läuft der Innenausbau.

Umzugspläne sollten aufgehen

Im Eiltempo zur neuen Rettungswache: Neubau in Aurach schreitet zügig voran

  • Sebastian Grauvogl
    vonSebastian Grauvogl
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Noch sechs Wochen bis zum Einzug: Der Zeitplan für den Neubau der Rettungswache in Aurach ist straff. Doch das Projekt macht schnell große Fortschritte.

Fischbachau – Zeitdruck sind die Retter der MKT Krankentransport GmbH gewohnt. Der Neubau der Wachstation in Aurach bringt aber selbst sie ordentlich ins Schwitzen. Sieben Wochen bleiben noch bis zum Umzugstermin – doch die beteiligten Baufirmen spucken ordentlich in die Hände.

Noch trocknet der Estrich in der Garage und Aufenthaltsraum. Kaum vorzustellen, dass in diesem Rohbau am nördlichen Ortseingang von Aurach in sieben Wochen eine voll funktionsfähige Rettungswache in Betrieb gehen soll. „Zum 31. Oktober müssen wir aus unserem jetzigen Haus raus“, bestätigt Ute Glas, Immobilienverantwortliche bei der MKT Krankentransport GmbH aus München. Aber man sei zuversichtlich, einen reibungslosen Übergang hinzubekommen. Zumal sich der Umzugsweg in Grenzen halte. „Wir müssen ja nur einmal schräg über die Straße“, sagt Glas und lacht.

Wie berichtet, muss die Ambulanz ihre alte Station in Aurach aufgrund des ausgelaufenen Mietvertrags in der 44. Kalenderwoche verlassen. Nach intensiven Verhandlungen schlossen die Retter im Januar mit der Gemeinde Fischbachau einen Vertrag: Die Gemeinde lässt über einen Generalunternehmer – die Fischbachauer Zimmerei Josef Vogt – einen schlüsselfertigen Neubau am Ortseingang errichten und vermietet diesen dann an die MKT. 1,23 Millionen Euro wurden für das 23 mal 14 Meter große, zweigeschossige Gebäude mit Pelletsheizung in den Haushalt eingestellt.

Josef Vogt ist mittlerweile wieder ruhiger. Am meisten Nerven habe ihn das Warten auf die Genehmigung des Landratsamtes gekostet, meint der Generalunternehmer schmunzelnd. Weil es dort durch den Corona-Lockdown Verzögerungen gegeben habe, sei das gesamte Vorhaben um zwei Monate in Verzug geraten. Lange, bevor überhaupt die erste Wand gestanden ist.

Mittlerweile kann Vogt wieder lachen. Trotz der Verzögerungen sind die Arbeiten voll im Zeitplan. Der Generalunternehmer lobt dabei vor allem die von ihn beauftragten Firmen. „Wir kennen uns alle untereinander und dann lässt auch keiner den anderen hängen“, schwärmt Vogt. Die großen Elemente für Wände (inklusive Dämmung, Putz und Fenster) und Dach (mitsamt Lattung und Schalung) hatte der Zimmerermeister bei einer Fertigbaufirma bestellt. „In nur einer Woche war alles aufgestellt“, berichtet Vogt.

Aktuell seien innen die Trockenbauer am Werk. Vogt und seine Zimmerer montieren außen die Holzverschalung. Sobald der Estrich getrocknet ist, könne der Fliesenleger anrücken. Der Generalunternehmer geht davon aus, dass die Ambulanz Anfang Oktober mit dem Einräumen von Lager und Fahrzeughalle beginnen kann.

Die MKT scharrt bereits mit den Hufen. „Nächste Woche gehen wir Möbelkaufen“, stellt Glas in Aussicht. Vorrangiges Ziel sei es, das Erdgeschoss mit Garage, Aufenthalts- und Desinfektionsraum bezugsfertig zu bekommen. Die Ausstattung des Obergeschosses mit dem neuen Schulungsraum könne auch noch bis Anfang 2021 warten. „Diese Möglichkeit hatten wir bis jetzt ja auch nicht“, erklärt Glas.

Noch zu klären ist auch, ob die Rettungswache zukünftig nicht mehr nur von 7 bis 22 Uhr, sondern rund um die Uhr besetzt ist. Voraussetzung dafür sei, so Glas, dass das Institut für Notfallmedizin und der Rettungszweckverband den erhöhten Versorgungsbedarf feststellen. Noch nicht final entschieden sei ferner, ob künftig auch ein Ruheraum für einen Fahrer des Kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes sowie ein Stellplatz für ein Fahrzeug des Katastrophenschutzes.

Vorerst, so Glas, gelte das Hauptaugenmerk in erster Linie der Verbesserung der Platzverhältnisse für den Rettungsdienst. „Das hat in Zukunft alles Hand und Fuß.“ Und auch das äußere Erscheinungsbild des Fahrzeugs wird durch den Neubau deutlich aufgewertet, wie Glas schmunzelnd hinzufügt: „Endlich bekommen wir einen richtigen Waschplatz.“

sg

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