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Jahresvorschau Fischbachau: Bürgermeisterwahl und wichtige Vorhaben geplant

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Von: Christian Masengarb

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Nun doch: Fischbachau wollte die Grundstückskäufer im Baugebiet Wolfsee schon im Herbst mit dem Bau ihrer Häuser beginnen lassen. Da der Hochwasserschutz nun geklärt ist, soll der Bau im Herbst 2022 starten.
Nun doch: Fischbachau wollte die Grundstückskäufer im Baugebiet Wolfsee schon im Herbst mit dem Bau ihrer Häuser beginnen lassen. Da der Hochwasserschutz nun geklärt ist, soll der Bau im Herbst 2022 starten. © Thomas Plettenberg

In Fischbachau steht die Bürgermeister-Neuwahl im neuen Jahr auf der Agenda. Doch die Wahl fällt in eine spannende Zeit. Bauamtsleiter Werner Wagner legt aktuelle Projekte offen.

Fischbachau – Auch wenn das ohne Frage wichtigste Ereignis für Fischbachau im kommenden Jahr die Wahl des neuen Bürgermeisters sein dürfte, zeigt ein Blick auf die anstehenden Projekte der Gemeinde, warum die Wahl in eine entscheidende Phase fällt: Viele jahrelang entwickelte Vorhaben dürften 2022 abgeschlossen werden oder um richtungsweisende Schritte vorankommen. Für einige dieser Projekte hatte die Gemeinde das allerdings auch schon für 2021 angekündigt.

Das für Fischbachau wohl wichtigste Projekt dürfte das Baugebiet am Wolfsee sein, das mehrere Millionen Euro in die Bilanz spülen soll. Für das Areal des ehemaligen Campingplatzes stellt Bauamtsleiter Werner Wagner für das Jahr 2022 fast die gleiche Prognose, die der damalige Bürgermeister Johannes Lohwasser schon für 2021 ausgegeben hatte: Die Erschließung habe sich wegen des aufwendigen Hochwasserschutzes deutlich länger hingezogen als geplant. Die Häuslebauer sollen aber im Herbst loslegen können. Neu an Wagners Aussage ist: Der Hochwasserschutz ist geregelt, inzwischen läuft die Erschließung. Heuer dürften die Grundstückskäufer also tatsächlich am Wolfsee bauen können.

Neubau des Fischbachauer Feuerwehrhauses entscheidend

Auch den Neubau des Fischbachauer Feuerwehrhauses hatte die Gemeinde eigentlich schon 2021 abschließen wollen. Nun hat der Gemeinderat einen Arbeitskreis gebildet, der zeitnah aus den verschiedenen Optionen – Neubau, Sanierung, Umzug in die Wolfseehalle – eine Lösung wählen soll. Bauamtsleiter Wagner rechnet mit einer schnellen Entscheidung. Bekanntlich drängt die Zeit: Die Feuerwehr klagt über nicht mehr hinnehmbare Bedingungen im derzeitigen Quartier.

Der Beschluss über das Feuerwehrhaus könnte ein Domino sein, der weitere Steine umfallen lässt. Zieht die Feuerwehr in die Wolfseehalle, scheiden alle anderen dort im Raum stehenden Nutzungen – Kindergarten, Gewerbe, Senioreneinrichtung, Verpachtung an eine Brauerei – aus. Bekommt die Feuerwehr Neubau oder Sanierung an gleicher Stelle, muss Fischbachau entscheiden, was es mit der Wolfseehalle macht. Auch in dieser Frage rechnet Wagner im kommenden Jahr mit Antworten.

Der Beschluss wird wiederum Folgen haben: Wird die Wolfseehalle beispielsweise kein Kindergarten, wird die Gemeinde anderswo Betreuungsmöglichkeiten für den zu erwartenden Nachwuchs des nahen Baugebiets schaffen müssen. Fischbachau steht also vor vielen Entscheidungen, die sich gegenseitig beeinflussen.

Ebenfalls abschließen wird Fischbachau im Jahr 2022 wohl den Neubau der Heißenbrücke. Bekanntlich hat der Gemeinderat diesen bereits an einen Anbieter vergeben. Die Arbeiten sollen laut Wagner nach dem Winter beginnen. Eine Entscheidung erwartet Wagner für den Neubau der Leitzachbrücke in Trach: Hier spricht die Gemeinde noch mit Grundstückseigentümern.

Glockenalm-Öffnung für 2022 geplant

Ein weiteres Ende eines langen Projekts erwartet Wagner für den Campingplatz Glockenalm, der die ehemalige Anlage am Wolfsee ersetzen soll. Nachdem der Betreiber die Bedenken der Umweltschützer ausgeräumt hat, ist der Bebauungsplan beschlossen. Wagner rechnet mit dem Baubeginn im Frühjahr oder Frühling. Im Lauf des Jahres dürfte die Glockenalm für Camper öffnen.

Das sind noch immer nicht alle geplanten Abschlüsse für 2022: Auch die Aussegnungshalle in Dürnbach und der Bebauungsplan zur Sicherung eines lebendigen Fischbachauer Dorfkerns sollen laut Wagner im kommenden Jahr fertig werden – beide wohl in der zweiten Jahreshälfte.

Keine endgültigen Ergebnisse erwartet Wagner für das Schwimmbad, wo Zugang und Gastronomiefläche saniert werden sollen, sowie für den geplanten Mountainbike-Trail am Schwarzenberg. Für Letzteren will die ATS aber mit den Grundstücksbesitzern reden und die grundsätzliche Umsetzbarkeit prüfen.

Wer diese Projekte an der Spitze der Gemeinde künftig betreuen wird, entscheiden die Fischbachauer Mitte März. Noch stehen keine Kandidaten fest. Die CSU hat aber einen Anwärter angekündigt. Die anderen Fraktionen im Gemeinderat halten sich noch alle Optionen offen.

Der Jahreswechsel ist Gelegenheit, nach vorne zu blicken. Was wird 2022 trotz der Pandemie möglich, was muss aus finanziellen und coronabedingten Gründen gestrichen werden? Wir haben uns in den Rathäusern umgehört.

Lesen Sie auch: Johannes Lohwasser als Fischbachauer Bürgermeister zurückgetreten

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