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Der Festumzug startete am Hundhamer Rathaus und ging nach dem Gottesdienst durchs Dorf.

Jubiläum in Hundham

Viele Gäste lassen Feuerwehr und Trachtenverein hochleben

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Hundham - Zusammen sind Feuerwehr Hundham und der Gebirgstrachtenverein Eichenlaub Elbach-Schwarzenberg 250 Jahre alt. Das haben die Mitglieder gemeinsam gefeiert.

Einige Fahnen sind in Folien gepackt. Die dürfen auf keinen Fall nass werden. Es nieselt leicht, als sich die Vereine in Hundham vor dem Rathaus zum Festzug aufstellen. Anstecker werden an die Zuschauer verteilt. „250 z’sam feiern“ steht drauf.

Es ist der dritte Tag der großen Hundhamer Jubiläumsfeier. Nicht der Ort selbst hat einen runden Geburtstag, es sind zwei Traditionsvereine: die Feuerwehr und der Gebirgstrachtenverein Eichenlaub Elbach-Schwarzenberg. Zusammen werden sie 250 (wir berichteten). Und weil sie so viel vereint, feiern sie eben zusammen.

Der Gebirgstrachtenverein Eichenlaub Elbach-Schwarzenberg wird 110.

Die meisten Umzugsteilnehmer sind schon losmarschiert. Da springen zwei junge Trachtenburschen – nicht älter als zehn oder elf – aus dem Festzelt. Die haben wohl den Start verpasst. „Los, die san jetz scho weg“, ruft ihnen einer zu. Da fangen die beiden an zu rennen. So schnell, dass sie gleich ihre Hüte festhalten müssen. Sie holen ihre Kameraden locker ein.

Die Feuerwehrler sind die Älteren

Gottesdienst am Schwarzenberg

Weit geht der Umzug zunächst sowieso nicht. Lediglich ein paar hundert Meter nach oben. Am Fuße des Schwarzenbergs gibt es einen Festgottesdienst. Pfarrer Josef Spitzhirn versammelt die Gäste um sich. „Wir kennen das ja aus dem Fernsehen und der Zeitung“, sagt er. „Bei Feiern kommen danach alle zum gemeinsamen Mahl zusammen.“ Erst aber einmal steht der Gottesdienst an.

Der Pfarrer grüßt die beiden Geburtstagsvereine, die eng miteinander verbunden sind. Mit den Hundhamer Feuerwehrlern fängt er an. „Ihr seid ja auch die Älteren“, sagt er. 140 Jahre alt werden sie. Ob sie ohne den Gebirgstrachtenverein so alt geworden wären? Wahrscheinlich schon. Aber trotzdem: „Hundham wäre nicht Hundham, wenn es da nicht noch etwas gäbe“, sagt Josef Spitzhirn. Auch die Trachtler werden gebührend beglückwünscht.

Bürgermeister Josef Lechner beteiligt sich auch am Gottesdienst und liest eine Passage aus der Bibel vor. Am Abend zuvor wurde der Rathauschef von der Feuerwehr in einem Lied noch ein wenig aufs Korn genommen. Denn Lechner war erst zum letzten Jubiläumstag aus dem Urlaub angereist. Aber hauptsache, er ist dann da. Schließlich ist Lechner der Schirmherr.

Mit der historischen Pumpe nass gespritzt

Zur Segnung wird die Folie der Fahnen kurz abgemacht. Weil aber hin und wieder ein paar Tropfen fallen, kommt sie gleich wieder drauf. Nach dem Gottesdienst geht’s mit dem Umzug durchs Dorf. Und da ist der ein oder andere Zuschauer über seinen Regenschirm glücklich.

Nicht etwa wegen des Regens, der zwar stärker wird, aber nicht zu stark. Mit von der Partie ist eine Gruppe der Hundhamer Feuerwehr mit der historischen Feuerlöschpumpe. Und mit der spritzen die Burschen den ein oder anderen nass. 1889 wurde die Pumpe gebaut und war die erste ihrer Art in Hundham. Bei vier Mann an der Pumpe können 80 Liter Wasser pro Minute gespritzt werden.

Die Hundhamer Feuerwehr wird 140.

Aber wurde der Verein nicht schon 1876 gegründet? Johann Veitenhansl, besser bekannt als Hans Moser, bezeichnet sich mit 65 Jahren als Feuerwehropa. Er ist mit den Pumpern unterwegs und erzählt: „Keiner konnte damals eine Brandversicherung abschließen, weil eben keine Pumpe da war.“ Das historische Teil kommt wieder ins Rathaus, wo es sonst ausgestellt ist. Nur zu besonderen Anlässen wird die Pumpe ausgeführt. Und ein solcher ist das Jubiläum definitiv.

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