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Rundungen und Löcher: Zu entdecken gibt es für die Mädchen und Buben im Neubau des Hundhamer Kindergarten so einiges. Hier mit dem Vereinsvorsitzenden Bernhard Padeller und Kindergärtnerin Elisabeth Widl.

„Die 40 000 Euro legen wir jetzt auch noch drauf“

Kindergarten Hundham: Neubau ist bezugsfertig 

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Der Neubau des Kindergartens Hundham öffnet ab dem Wochenende seine Pforten. Besonders sind vor allem die individuell gefertigten Möbel sowohl für die Kleinen als auch für die Mitarbeiterinnen.

Hundham – Die Arbeiten am Hundhamer Kindergarten neigen sich dem Ende zu. Schon bald ziehen die Kinder in die neuen Räume des Erweiterungsbaus auf dem ehemaligen Caritas-Gelände, das nun der Fischbachauer Gemeinde gehört (wir berichteten). Diese hat keine Kosten und Mühen gescheut, dem Kindergartenverein, der seit 47 Jahren das Betreuungsangebot in Hundham übernimmt, unter die Arme zu greifen.

„Die Ausstattung ist wirklich toll“, sagt der Vereinsvorsitzende Bernhard Padeller. „Da sind wir weggegangen von der Katalogware und haben eine Architektin für Kindergärten beauftragt.“ Die individuellen Möbel wurden von einem Fischbachauer Schreiner gefertigt und überzeugen vor allem durch Rundungen und Löcher zum Durchfassen und Hineinkriechen. Podeste in der Küche ermöglichen es den Kindern zudem mitzuhelfen, während die Mitarbeiterinnen rückenschonend arbeiten werden. Außerdem kann die Kletterburg in der Krippengruppe in eine Schlaflandschaft verwandelt werden.

Ab dem 4. Dezember werden die Kinder nach und nach an die neuen Räume gewöhnt. „Die Handwerker sind zu 99 Prozent fertig“, sagt Padeller. Alle drei Häuser beherbergen dann insgesamt sieben Kindergarten- und Krippengruppen. Eine achte wäre sogar noch frei. Die wird jedoch laut Padeller derzeit nicht benötigt, auch Personal sei dafür nicht vorhanden.

Im Neubau werden künftig drei Gruppen untergebracht. Eine im Erdgeschoss, zwei im ersten Stock. 55 Kinder an der Zahl, plus zwölf Buben und Mädchen der ersten bis vierten Klasse zur Mittagsbetreuung. Neben den Gruppenräumen befindet sich im neuen Gebäude ein großer Speiseraum, ein Hausaufgabenraum, eine Turnhalle, ein Mehrzweckraum und zusätzlich die große Zentralheizung für die gesamte Kindergarten-Siedlung. Im Therapieraum haben zudem vor allem Inklusionskinder die Möglichkeit, sich in Zusammenarbeit mit der Heilpädagogischen Praxis Miesbach zu entfalten.

Begonnen haben die Bauarbeiten im Frühjahr 2017. „Gedanken haben wir uns aber über 1,5 Jahren gemacht“, erzählt Padeller. Eine große Entlastung sei dabei immer die tolle Unterstützung des Gemeinderats gewesen. Und dieser segnete nun auch eine Glasüberdachung auf der westlichen Terrasse im ersten Stock für 40 000 Euro ab. „So haben die Kinder die Möglichkeit, auch bei schlechtem Wetter an die frische Luft zu gehen“, meint Padeller. Diese, der Außenbereich und die Solaranlagen, mit der der Verein in Zukunft selbst seinen Strom produzieren möchte, werden allerdings erst im kommenden Frühjahr bis Sommer fertiggestellt.

Die Kosten für den gesamten Umbau belaufen sich auf 1,2 bis 1,3 Millionen Euro, je nachdem, was noch gemacht werden muss. Bürgermeister Josef Lechner: „Die 40 000 Euro für die Glasüberdachung legen wir jetzt auch noch drauf.“


Tag der offenen Tür

Die neuen Räumlichkeiten öffnen ihre Pforten für alle Interessierten nun am 2. Dezember zu einem Tag der offenen Tür von 13 bis 15 Uhr. In der Turnhalle erfahren die Besucher mehr zur 47-jährigen Geschichte des Kindergartenvereins, in allen Gruppen stehen die Kindergärtnerinnen den Besuchern Rede und Antwort. In der bestehenden Kinderkrippe gibt es zudem ein Mal- und Bastelangebot. Padeller: „Hier können Eltern ihre Kinder auch abgeben, wenn sie in Ruhe über den Christkindlmarkt gehen wollen.“

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