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Indep!Attack: Von Rockabilly bis Hardcore
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Gefühlvoll: Group Therapy
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Der besondere Moment: Eric 13 kommt für den Sex Slaves-Song „All Night Long“ zu den Raygun Rebels auf die Bühne.
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Lassen keine Rock-Pose  aus: Die Raygun Rebels haben Spaß. 
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Akustik-Set: Eric 13
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Death Metal-Gewitter: Pequod aus München. Die härteste Band des Festivals durfte sogar eine Zugabe spielen.
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Open minded: das Kirchstiegl-Publikum.
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Punk auf die Löffel: die Bieramiden.

Rock und Metal 

Kirchstiegl Open Air - der zweite Tag

Nach den Heimatklängen am Freitag wurde es am Samstag heftig. Beim Kirchstiegl Open Air gaben verzerrte Gitarren den Ton an. Mit einer Ausnahme.

Über Nacht mutiert das Kirchstiegl Open Air vom Heimatsound zum Rock-Festival. Einige Hundert Fans der härteren Gangart bevölkerten am Samstag den Hang neben/hinter dem Gasthof Kirchstiegl - deutlich weniger als tags zuvor. Da allerdings hatten die Lokalmatadore wohl viele Bekannte und Verwandte mitgebracht. 

Aus der Region kommen auch der Opener vom Samstag: Die Bieramiden aus Schliersee lieferten Punk der spaßigeren Sorte und formulierten zum Abschluss die alpenländische Evolutionstheorie: „Hier im schönen Alpenland, samma alle miteinand verwandt.“ Gelungener Start in den Abend.

Das Spektrum von Indep!Attack aus Augsburg reicht von Rockabilly - dazu passt der eingesetzte Kontrabass - bis Hardcore. Vor der Bühne: Pogo-Tanz in Lederhosen. Das funktioniert beim open minded Kirchstiegl-Publikum ebenso gut wie Mundart-Gsang im Wacken-Shirt. 

Da funktioniert sogar das Death-Metal-Gewitter der Münchner Pequod. „Wir haben gmoant, am zwoaten Song samma alloa“, sagte Sänger Roland Wagner. Völlig falsch gedacht. Das dankbare Publikum will eine Zugabe und bekommt sie.

Dann der Star-Gast des Tages: Eric 13, bekannt als Mitglied der US-Bands Combichrist und Sex Slaves tritt auf die Bühne und liefert eigene Songs und Cover im akustischen Gewand - mit  rauher Stimme, Inbrunst und zeitweise Unterstützung anderer Bands sowie Sängerin Vero Reiser.

Danach fällt das Energielevel etwas ab. Group Therapy zelebrieren ihren getragenen, gefühlvollen Rock mit hörenswerten Gitarren-Solokaskaden. Doch nach dem Pequod-Sturm und Eric 13s mitreißenden Akustik-Set kommen die Aiblinger etwas zu brav daher. Vielleicht wäre das Quartett zum Runterkommen am Ende des Festivals besser aufgehoben gewesen.

Den Schlusspunkt setzen derweil die Raygun Rebels mit ihrem High-Energy-Rock‘n‘Roll. Vor zwei Jahren noch als Trio  beim Kirchstiegl am Start, sind sie diesmal zu viert und zelebrieren abermals den Rock mit allen Posen. Ansteckender Spaß und ein würdiger Headliner. Als sie „All Nicht Long“ von den Sex Slaves beginnen, stürmt Eric 13 auf die Bühne und übernimmt den Gesang. Das war offenbar nicht abgesprochen, aber ein wahres Schmankerl.

Die Organisatoren um Wirt Martin Lidschreiber haben dem Leitzachtal zum zweiten Mal zwei grandiose Abende beschert. Dass nicht allen alles gefällt, ist bei einem musikalischen Spektrum, das bei der Musikkapelle Elbach beginnt und bei Death Metal endet, kein Wunder. Zum Glück ist das Publikum am Kirchstiegl ähnlich lässig wie die Organisatoren. Bis zum nächsten Mal

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