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Eines von vielen Projekten: Der Ausbau der Straße zwischen Studen und Lehenpoint in Fischbachau.

Für Wege und Straßen

Lechner setzt sich durch: Freistaat zahlt 170.000 Euro 

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Fischbachau – Jahrelang ist Fischbachaus Bürgermeister Josef Lechner seinen versprochenen Fördergeldern hinterhergelaufen. Lange wollte man nichts darüber wissen. Doch jetzt plötzlich kam ein Schreiben.

Für Josef Lechner ist es wie ein verspätetes Weihnachtsgeschenk. Über die 170.000 Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) freut sich der Fischbachauer Bürgermeister aber auch nach dem 24. Dezember noch. So hat seine Gemeinde seit sage und schreibe 13 Jahren mit dem Landwirtschaftsministerium um den Zuschuss für die Sanierung von Straßen zu landwirtschaftlichen Anwesen im Rahmen der Dorfentwicklung gerungen. „Jetzt hat sich unsere Penetranz einmal mehr ausgezahlt“, sagt Lechner schmunzelnd.

Erstmals aufgetaucht sei das Förderprogramm im Jahr 2003. Dann sei es immer wieder verschoben worden, bis es 2009 hieß, dass es schlichtweg nicht mehr existiert. Lechner wollte das nicht hinnehmen und wurde beim Ministerium vorstellig. Mit Erfolg, wie sich jetzt gezeigt hat. Mit den 170 000 Euro kann der Bürgermeister nun den zweiten Teil seines Infrastrukturprojekts angehen. 2013 hatte die Gemeinde vorgelegt und ihre eigenen Wege saniert, 2017 sind die Privatstraßen dran.

Die notwendigen Vorarbeiten für die Ausschreibung sind bereits erledigt, auch die Gespräche mit den entsprechenden Landwirten sind laut Lechner erfolgt. Diese müssten nämlich 50 Prozent der Kosten der insgesamt zehn Maßnahmen im Gesamtwert von 688 000 Euro selbst übernehmen. Die andere Hälfte trägt die Gemeinde – abzüglich des Zuschusses von 170 000 Euro. Um den Einsatz von Steuermitteln zu rechtfertigen, müssten die Landwirte im Gegenzug ihre Wege öffentlich widmen lassen. Zum Beispiel, um diese Wanderern oder Radfahrern zugänglich zu machen. „Wir wollen auch was davon haben“, erklärt Lechner.

Sollten die Baumaßnahmen auch im Gemeinderat auf Zustimmung stoßen, könne die Ausschreibung umgehend starten. Noch vor der Ernteperiode sollen die ersten Arbeiten abgeschlossen werden, bis zum Ende des Jahres 2017 möglichst auch der Rest. Für den Bürgermeister führt an diesem Vorgehen kein Weg vorbei. „Es gibt EU-weit kein vergleichbares Förderprogramm“, sagt er. Deshalb habe man über all die Jahre auch nicht locker gelassen. 

sg

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