Zurück im Weltcup: Marlene Schmotz verpasste in Levi zwar zweimal die Finalrunde, aber die Fischbachauerin freute sich darüber, nach ihrer schweren Verletzung endlich wieder Rennen fahren zu können. Foto: Peter Kornatz
+
Zurück im Weltcup: Marlene Schmotz verpasste in Levi zwar zweimal die Finalrunde, aber die Fischbachauerin freute sich darüber, nach ihrer schweren Verletzung endlich wieder Rennen fahren zu können.

SKI ALPIN - Schweres Comeback nach schwerer Verletzung

Marlene Schmotz aus Fischbachau verpasst beim Slalom-Comeback zweimal die Finalrunde

  • Dieter Dorby
    vonDieter Dorby
    schließen

Dass das erste Weltcup-Wochenende nach ihrem Kreuz- und Innenbandriss nicht gerade furios verlaufen würde, war nach dieser schweren Verletzung absehbar. Dass Marlene Schmotz im finnischen Levi nun aber in beiden Slalom-Wettbewerben die Endrunde der letzten 30 so klar verpassen würde, war nicht zu erwarten.

Fischbachau/Levi – Immerhin hatte die 26-Jährige aus Fischbachau in der zurückliegenden Saison im Slalom an der Top 10 gekratzt – mit der Option, sich dort zu etablieren. Nun hat sich gezeigt, dass es ein weiter Weg wird, dorthin wieder zurückzufinden.

Am Samstag belegte Schmotz lediglich Platz 46 und verpasste damit die Runde der besten 30. Am Sonntag war es am Ende Rang 42. „Es ist schon ein wenig enttäuschend“, gibt sie auf Nachfrage unserer Zeitung unumwunden zu, „aber es ist, wie es ist.“ Auf jeden Fall habe sie sich sehr gefreut, wieder am Start zu stehen. „Ich liebe es einfach, Rennen zu fahren. Das macht mir einfach Spaß.“ Damit nimmt die Fischbachauerin schon mal – unabhängig von Zeiten und Plätzen – ein gutes Gefühl aus Finnland mit.

Mehr Kilometer auf der Piste sammeln

Generell war das Comeback für sie im Vorfeld ein großes Fragezeichen. „Man weiß nie, wo man nach einer schweren Verletzung steht. Jetzt heißt es, weiter im Training arbeiten.“

Und das bedeutet vor allem, wieder ein Gefühl für den Schnee, die Piste, das Timing und das Tempo zu bekommen. „Ich muss jetzt einfach Kilometer sammeln“, sagt Schmotz und zeigt, dass sie ihren Optimismus nicht eingebüßt hat: „Dann wird das bald wieder passen.“

Ein perfektes Weltcup-Wochenende war Levi für Petra Vlhova. Die Slowakin gewann beide Rennen – am Samstag vor Mikaela Shiffrin (USA, 0,18 Sekunden Rückstand) und Katharina Liensberger (Österreich, 0,57 Sekunden), am Sonntag vor Michelle Gisin (Schweiz, 0,31 Sekunden) und erneut Liensberger (0,50 Sekunden). Top-Fahrerin Shiffrin belegte gestern am Ende Platz fünf. Beste Deutsche war Lena Dürr, die am Sonntag Platz 21 erreichte. Dem Rest des deutschen Kaders erging es wie Schmotz: Jessica Hilzinger (Oberstdorf), Marina Wallner (Inzell), Andrea Filser (Peiting), Martina Ostler (Garmisch-Partenkirchen) und Luisa Mangold (Garmisch-Partenkirchen) schieden aus. Am Samstag hatten sich Dürr (17.), Filser (23.) und Wallner (24.) qualifiziert.

ddy

Auch interessant

Kommentare