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Korbinian Huber will mit seinem Team „Hefeknuddler“ (deshalb auch das Herzlogo auf dem T-Shirt) die Jury bei der Deutschen Meisterschaft der Hobbybrauer überzeugen. 

Mit den „Hefeknuddlern“

Mit eigenem Bier in den Norden: Fischbachauer Hobbybrauer will Deutscher Meister werden

Korbinian Huber (21) aus Fischbachau will mit seinem Team den Deutscher Meister der Hobbybrauer wreden. Mit zwei Sorten Craft-Beer wollen die „Hefeknuddler“ die Jury in Stralsund überzeugen.

Fischbachau – Das wird nichts mit Handgepäck: Mit 40 Bierflaschen im Koffer reisen Korbinian Huber (21) aus Fischbachau und seine sechs Freunde in den hohen Norden von Deutschland – nach Stralsund. Dort organisiert die Störtebeker Braumanufaktur am 29. September zum zweiten Mal die Deutsche Meisterschaft der Hobbybrauer. Die „Hefeknuddler“ gehen mit zwei selbst gebrauten Biersorten an den Start.

Die Gruppe um Huber ist bereits erprobt in der Bierherstellung, da alle Brauerei- und Getränketechnologie an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf in Freising studieren. Mit dem Teamnamen „Hefeknuddler“ wollen die Studenten aus Deutschland und Österreich zeigen, wie wichtig ihnen die Hefe und die Qualität dabei ist. „Beim Craft-Beer wird diese Zutat oft vergessen“ sagt Huber und verweist damit auf den Bierstil des Wettbewerbs.

Craft-Beer muss nicht nach dem Reinheitsgebot gebraut werden, erklärt der Fischbachauer. Viele Getränkemärkte, Brauereien und Hobbybrauer haben sich diesem Trend angeschlossen. Weil die Herstellung von Craft-Beer viel Raum für Kreativität lasse und alte Bierstile neu interpretiere, meint der 21-jährige. Darunter beispielsweise das englische Ale oder Stout.

Bereits im vergangenen Jahr haben die „Hefeknuddler“ den sechsten Platz von rund 80 Teilnehmern in Stralsund gewonnen. Heuer wollen sie sich mit zwei Biersorten durchsetzen: mit einer eigenen Kreation des belgischen Wit-Bier und dem Hellen Bock. Ersteres ist fester Bestandteil der Deutschen Meisterschaft und muss von den Hobbybrauern gemäß fester Richtlinien hergestellt werden. Zutaten wie Orange, Koriander, Roh-Weizen, Gewürze und Zitrusaroma müssen im fertigen Bier enthalten sein. Im Glas soll es eine durchgehende Trübung aufweisen und eine „fulminante“ Schaumkrone sowie kräftige Kohlensäure zeigen.

Huber erklärt dazu fachkundig: „Dieses Bier ist obergärig wie Weißbier und süffig durch das Orangenaroma. Gleichzeitig schmeckt es aber auch würzig durch den Koriander.“ Den Kommilitonen an der Weihenstephaner Hochschule habe es geschmeckt, sagt Huber grinsend. Doch es muss auch die Jury überzeugen. Mit ihrem Hellen Bock haben es die Studenten hingegen auf den Publikumspreis abgesehen. Bis zum Wettbewerb lagern beide Biere in Weihenstephan. Dort werden sie vor Abreise in den Norden in Flaschen abgefüllt.

Wenn es in Stralsund gut läuft, müssen die „Hefeknuddler“ für ihre Heimreise einen kleinen Tanklaster organisieren. Denn das Siegerteam erhält 400 Liter des eigenen Wit-Bier Belgischer Art geschenkt. Dieses wird von der Störtebeker Brauerei hergestellt und später sogar in ausgewählten Outlets verkauft. Beim Publikumspreis bekommt der Gewinner 100 Liter seines Biers von der Craft-Beer Brauerei BRLO in Berlin. Bedenken über den Verzehr hat Huber keine. „Für Brauer“, meint er schmunzelnd, „ist das kein Problem“.

Von Amelie Knaus

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