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In der Burg zum Klostersaal spielte die Musikkapelle Fischbachau heuer auf. Die Musikanten hatten die ausverkauften Konzertabende heuer unter ein königliches Motto gestellt, samt Queen und der Queen. 

Royales Motto

Oide Rittersleut und die Queen: Musikkapelle Fischbachau begeistert mit Konzert

Kreativität wird bei den Konzerten der Musikkapelle Fischbachau groß geschrieben. Das Motto heuer: eine Mischung aus Rittersleuten und der Queen.

Fischbachau– Die Musikkapelle Fischbachau kann mehr als Trachtenfeste und Adventskranzl. Das wollte ihr damaliger Musikmeister Georg Auracher vor 20 Jahren beweisen und buchte den seinerzeit nagelneuen Klostersaal für einen ersten „Herbst der Blasmusik“. Beim Konzert heuer erhielt er die verdiente Ehrung von Georg Gasteiger, Vorsitzender der Musikkapelle, und Ansager Andreas Estner: neben dankbaren Worten auch einen Gutschein für einen Tagesausflug mit Konzert und Bewirtung.

Der Herbst der Blasmusik ist inzwischen eine feste Größe im Fischbachauer Jahreslauf. Trotz Verdoppelung des Angebots auf zwei Abende schon seit dem Jahr 2000 sind die Karten für den vergnüglichen bunten Herbststrauß – so wie heuer – meist schnell vergriffen. Bis heute zeigen die Bläser in kleineren Formationen und mit Pop- oder Filmmusik, dass sie mehr drauf haben als die üblichen Märsche und Polkas für große Blasorchester.

Das gilt auch für das jährliche Motto, unterstrichen von entsprechender Dekoration. Nach Star Wars oder auch farbenfroh qualmende chemische Reaktionen kam diesmal die nicht ganz englische Königin. Nach der Pause zog „Queen Emma von Seidl zu Birkenstein“, eskortiert von vier rot Uniformierten mit hohen Bärenfellmützen, in den Saal und nahm huldvoll grüßend auf einem hohen Thron vor der imposanten Burg mit ihren Zinnen Platz. Stilecht warteten Musikmeister Klaus Taubenberger und seine Truppe mit Britischem auf, aber auch kulissengerecht mit den „Oidn Rittersleut“ (gesungen von Maximilian Hailer in Kettenhemd und Helm) nach Karl Valentin.

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Dem ersten Satz „La Réjouissance“ der berühmten „Feuerwerksmusik“ von George Frederick Handel (Georg Friedrich Händels Name in seiner Wahlheimat London) mit den Solisten Georg Auracher, Georg Gasteiger und Hans Estner sowie Musikmeister Taubenberger selbst folgten Edward Elgars beliebter Militärmarsch „Pomp and Circumstance“ und ein Medley mit „Queen Greatest Hits“ vom ganzen Ensemble. Dazu gab es Lenas Song „Fly with me“ aus dem Film „Wie im Himmel“, eindringlich dargeboten von Gast Ursula Bommer, und Elton Johns „Candle in the Wind“, instrumental intoniert von Flügelhorn-Solist Martin Auracher.

Mit vollem Klang den Abend eingeleitet hatte die „Fischbachauer Festfanfare“ von Moderator Andreas Estner, gefolgt von Geert Spricks flottem Marsch „Mens Sana In Corpore Sano“ und Mark Sven Heidts schwungvollem Walzer „Mal Dárek“ (Kleines Geschenk). Mit „Pink Panther“ von Henry Mancini zeigten die Holzbläser Martin Trickl, Georg Eham, Sebastian Wittmoser und Andreas Estner auf ihren Klarinetten, dass sie auch gediegene Solisten-Qualitäten haben. Das taten ihnen erfolgreich Georg Auracher und Alois Bacher mit Flügelhorn und Tenorhorn in Franz Watz’ Polka „Lustige Brüder“ sowie Tenorhorn-Solist Florian Rieger in „The Story“ von Joe Pinkl nach. Anspruchsvolle Orchestermusik präsentierte die Kapelle auch präzise und brillant mit dem „Königsmarsch“ des bekannten bayerischen Komponisten Richard Strauss.

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Weil das Publikum so gar keine Ruhe geben wollte mit seinem heftigen Applaus, griffen die Musikanten noch dreimal zu ihren Instrumenten, um in ihren Zugaben nochmals zu bestätigen, dass sie erheblich mehr draufhaben als die übliche Blasmusik.

Gudula Beyse

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