Diagnose da: So lange fehlt Müller dem FC Bayern

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In jeder Stilrichtung zu Hause: die Musikkapelle Fischbachau mit ihrem neuen Dirigenten Klaus Taubenberger.

Musikkapelle Fischbachau

„Oans hamma no“: Taubenbergers gelungene Premiere

 Trommeln lassen den Fischbachauer Klostersaal erzittern, bevor mit Macht drei Dutzend Bläser in den Schwedischen Reitermarsch einfallen, um in einem leichten Trab auszuklingen: Mit dem triumphalen Auftakt des Josefi-Konzerts der Musikkapelle Fischbachau beginnt auch Klaus Taubenbergers Premierenauftritt als Dirigent.

Unterstützt von seinem Vorgänger Georg Auracher, dem neuen Musikvereinsvorstand Georg Gasteiger und dem seit 25 Jahren bewährten Ansager Andreas Estner, zeigt der junge „Musimoasta“, dass er und seine „Fischbäcker“ eine gut aufeinander eingespielte Truppe mit einem erstaunlichen Repertoire der verschiedensten Stilrichtungen sind, die zudem mit mehreren Solisten glänzt. Gleich beim „Lustigen Pfifferling“, einem Stück von Karl Edelmann, belegen die drei Solo-Klarinettisten Martin Trickl, Georg Eham und Sebastian Wittmoser, dass sie fingerfertig, schwungvoll und präzise ihre Musikerkollegen anführen können.

Mit „Eisbär, Braunbär, Himbeer und Wittmosbär“ stellt Andreas Estner launig Sepp Wittmoser vor, der mit seiner Kontrabass-Tuba im „Bärenwalzer“ von Adam Hudec den tiefen, melodiösen Brummton angibt. In der mitreißenden Filmmusik „Over the Rainbow“ aus dem „Zauberer von Oz“ lässt dagegen Trompeter Wolfgang Klaus kristallklar strahlend die Melodie über dem Orchester ins Publikum schweben. Mal weich schmelzend, mal schmissig und metallisch, doch immer beschwingt und einfühlsam präsentiert sich die Musikkapelle als Ensemble, dem bis zum Schluss bei keiner Anforderung die Puste ausgeht.

Die Streicherstimmen von Tschaikowskys „Schwanensee“, „Nussknacker“ und „Capriccio Italien“ erklingen auch als symphonische Blasmusik poetisch und seelenvoll. Kernig und herzhaft geht es bei der Polka „Am Waldesrand“ oder dem Konzertmarsch „Überm Horizont“ zur Sache. Wallende Tonwogen und schmetterndes Blech wechseln mit hämmerndem Staccato, wirbelnden Tanzrhythmen und opulenten Klangbögen in der Beschreibung von Odysseus’ abenteuerlicher Irrfahrt „Return to Ithaka“ von Kees Vlak, dem niederländischen Spezialisten für symphonische Blasmusik. Ebenso können die Fischbachauer den beliebten Luftwaffenmarsch „Silberkondor“ von Felix Husadel und das klingende Spiel des „Patronatsmarsches“ von Maximilian Obermüller.

„Oans hamma no“ heißt es drei Mal, weil das hingerissene Publikum so gar nicht mit „Bravo“-Rufen und dem Klatschen aufhören will. Die Kapelle kann auch jetzt die ganze Bandbreite: eine temperamentvolle südamerikanische Beguine, eine schneidige Polka und den Defiliermarsch. Sie haben’s wirklich drauf.

Gudula Beyse

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