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Oberland Brass 2022: Volle Ekstase in der Blasmusikstadt der Landjugend Elbach

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Von: Sebastian Grauvogl

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Volles Haus: Dicht an dicht tanzten die Besucher beim Oberland Brass in Hundham. Unser Foto zeigt die Band Brasserie aus Friedrichshafen.
Volles Haus: Dicht an dicht tanzten die Besucher beim Oberland Brass in Hundham. Unser Foto zeigt die Band Brasserie aus Friedrichshafen. © Georg Jackl

3500 Besucher, fünf Bands und perfektes Sommerwetter: Der Oberland Brass der Landjugend Elbach hat die Premiere von 2019 noch mal getoppt. Das Fazit: ein denkwürdiges Festival.

Hundham – Eine 40 Meter breite Bühne muss man erst mal unterbringen. Die Landjugend Elbach hatte damit kein Problem: In den Eggerer Feldern bei Hundham war auch noch Platz für Sonnensegel, Schirmwälder, Loungebereiche und Fotopoints – und natürlich jede Menge Essens- und Getränkestände. Auf einer Gesamtfläche von einem Hektar konnten sich die Organisatoren beim Oberland Brass 2022 ausbreiten. Eine Blasmusikstadt umgeben von Wiesen und Wald – und bevölkert von rund 3500 ausgelassen feiernden Partygästen. Spätestens, als die Fäaschtbänkler am späten Abend so richtig aufdrehten, war es wohl auch dem letzten Festivalbesucher klar, dass die Landjugend mit ihren rund 100 Mitgliedern ihr Versprechen, den ersten Brass-Gipfel von 2019 noch mal zu toppen, vollständig erfüllt hat.

Oberland Brass 2022: Wetter passte perfekt

„Alle sind mit einem breiten Grinsen nach Hause gegangen“, schwärmt Landjugend-Vorsitzender Tobias Obermaier. Alles sei reibungslos abgelaufen, habe wie ein Uhrwerk perfekt funktioniert. Und das Wetter sei ohnehin traumhaft gewesen. Tagsüber nicht zu heiß, abends noch schön lau – und ohne eine einzige Wolke, die den beeindruckenden Sonnenuntergang über dem Hundhamer Bergpanorama hätte trüben können.

Die traumhafte Lage des Geländes in den Eggerer Feldern spiegelt am besten eine Ansicht aus der Luft wider. Gerade zum Sonnenuntergang war die Stimmung einzigartig, die warmen Temperaturen machten das Festivalerlebnis perfekt.
Die traumhafte Lage des Geländes in den Eggerer Feldern spiegelt am besten eine Ansicht aus der Luft wider. Gerade zum Sonnenuntergang war die Stimmung einzigartig, die warmen Temperaturen machten das Festivalerlebnis perfekt. © Andreas Karosser

Als die Sonne noch hoch am Himmel stand, gehörte die Bühne den Kaiser Musikanten und der Kapelle Josef Menzl. Sie brachten die immer zahlreicher auf das Festivalgelände strömenden Besucher in Stimmung und bereiteten so den Weg für das zweite Erklimmen des Brass-Gipfels nach 2019. Musikalische Verschnaufpausen gönnte die Landjugend ihren Gästen dabei nicht. Denn selbst wenn die Instrumente auf der Hauptbühne in den Umbaupausen kurz verstummten, übernahmen auf einem zweiten Podium die Dreder Musi und die Musikkapelle Elbach. Auf eine Stärkung musste dennoch niemand verzichten: Wegen des weitläufigen Geländes war es jederzeit möglich, sich an einer der Bars für die nächste Etappe zu rüsten.

„Partyarea“ bis spät in die Nacht

Je später die Stunde, desto mehr verlagerte sich die laut Landjugend altersmäßig gut durchgemischte Menge dann aber in Richtung Hauptbühne und verwandelte die Eggerer Felder endgültig in eine „Partyarea“. Bei den Auftritten von Southbrass und der Brasserie habe es dann kein Halten mehr gegeben. „Ekstatisches Tanzen und ausgiebiges Mitsingen war angesagt.“ Als dann noch die Fäaschtbänkler die Bühne stürmten, habe die Stimmung endgültig den ersehnten Gipfel erreicht. Das Bayrische Publikum habe die Schweizer Band, die bereits bei der Premiere des Oberland Brass 2019 ordentlich eingeheizt hatten, wie alte Freunde, fast wie Vereinsmitglieder, begrüßt.

Ob sie das auch ein drittes Mal tun werden können, dazu wollte sich Obermaier noch nicht äußern. Seine Aussage gleicht aber der aus 2019: „Jetzt räumen wir mal alles auf, lassen die Unvergesslichen Eindrücke wirken und fragen unsere Mitglieder, was sie davon halten.“ Ausschließen wolle er aber nichts, so Obermaier: „Könnte schon sein, dass die sagen, das toppen wir wieder!“ Platz rundrum wäre noch genug auf den Eggerer Feldern.

sg

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