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Die fünf Jungs der Schweizer Brass-Band Fäaschtbänkler gehören zu den ganz großen Namen der jungen Blasmusik-Szene. Am 23. August heizen sie im Leitzachtal ein.

„Organisatorisches Meisterstück“

Oberlandbrass: Landjugend Elbach plant Mega-Fest der Blechblas-Szene

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Blasmusik boomt. Mit dem Oberlandbrass der Landjugend Elbach am 23. August soll auch das Leitzachtal ein „Hotspot“ der Blechblas-Szene werden. Das ist geplant.

Elbach – Schunkeln war gestern. Wo heute Blasmusik erklingt, geht es vor der Bühne genauso ab wie früher nur bei Rock-, Pop- oder Technokonzerten. Blechblasinstrumente sind bei der jungen Generation wieder voll im Trend. Die Titel sind frech, kreativ und kombinieren die unterschiedlichsten Genres – von Schlager bis Pop. Brass-Festivals versetzen Tausende Besucher in Partylaune. Ein musikalischer Rausch, der auch die Landjugend Elbach erfasst hat.

Ein Hit der Fäaschtbänkler, eine Schweizer Band – die sich über Musikportale im Internet in kürzester in die Herzen mehrerer Millionen Fans gespielt hat – ließ sie nach ihren Festtagen zum 60-jährigen Bestehen nicht mehr los. Schnell war die auf den ersten Blick verrückte Idee geboren: Warum nicht einfach die Spitze der Blasmusik-Szene ins Leitzachtal holen? Die veranstaltungserprobte Landjugend zögerte nicht. Am Freitag, 23. August, ist es dann so weit: In den Eggerer Feldern bei Hundham steigt der erste Oberlandbrass.

Drei Bands werden die Open Air-Bühne zum Beben bringen: Die Wiener Blasmusikkombo Machlast (ein „gselliger Haufn mit Hang zum Exzess), das durch den Ö3-Radio-Hit „Mir laungts“ bekannte Trio Folkshilfe mit ihrem Zusammenspiel aus „Quetschnsynth“, Gitarre und Schlagzeug, und nicht zuletzt die fünf Jungs der Fäaschtbänkler, deren Internet-Hit „22 Genres in 5 Minuten“ Hunderttausende von Klicks erzielt hat. Ihr aktuelles Album „Partyplanet“ hat sich in den Charts etabliert, ihr Titel „Can you english please“läuft nicht nur bei Schlagerpartys rauf und runter.

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Wie es sich für ein richtiges Festival gehört, baut die Landjugend auch kleine Stände und Bars auf dem Festgelände auf. Mit 2000 Besuchern aus den Landkreisen Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen und Rosenheim rechnen die Organisatoren. Die Altersklasse ist so breit gefächert wie die Zielgruppe der modernen Blasmusik: zwischen 18 und 60 Jahren. Angst vor einer Schlammschlacht im Regen braucht niemand haben. Bei schlechtem Wetter wird aus dem Open Air- ein Zeltfestival.

Egal ob draußen oder drinnen: Die Landjugend wünscht sich „ein Fest mit der Musik, die alle grenzen überwindet, mit der wir aufgewachsen sind, mit der wir leben und die wir lieben“. Traditionell, heimatverbunden und dennoch innovativ und mitreißend soll er sein, der Sturm auf den „Brassgipfel“ am 23. August.

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Ein zu hoch gestecktes Ziel? Oder gar ein Fremdkörper im beschaulichen Leitzachtal? Ganz im Gegenteil, sagt Andreas Estner. Einer, der es wissen muss. „Die Landjugend trifft mit ihrem Open Air voll ins Schwarze“, schwärmt der Volksmusikexperte und Moderator von BR Heimat. Blasmusik habe im Leitzachtal eine mehr als 150-jährige Tradition und sei dabei „so jung und cool wie nie zuvor“. Dass gleich drei bekannte Ensembles aus Österreich ins Leitzachtal kommen, ist für Estner „ein organisatorisches Meisterstück“.

Der Kartenvorverkauf

für den Oberlandbrass am Freitag, 23. August, hat bereits begonnen. Tickets gibt’s zum Preis von 34,77 Euro bei Eventim (www.eventim.de).

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