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Hier marschiert der Nachwuchs vorne weg: Die Burschen und Mädel der Landjugend Elbach waren die Hauptpersonen beim Festzug durch den Ort.

Fest beginnt um 19 Uhr

Pfarrer beeindruckt: Elbacher Jugend denkt trotz Party auch an Gottesdienst

Sie können feiern, vergessen aber auch die Tradition nicht. Das hat beim Doppeljubiläum von Landjugend und Feuerwehr Elbach sogar den Pfarrer tief beeindruckt.

Elbach – Bereits in der Früh wurden am Festzelt in Dürnbach die Vereine empfangen. „Neben den ortsansässigen Vereinen sind auch 18 auswärtige eingeladen“, verriet Landjugend-Vorstand Klaus Brunner. Am Vormittag formierte sich dann der prächtige Kirchenzug.

Party zum Auftakt: Das Mega-Halli-Galli der Landjugend füllte am Freitagabend das Festzelt.

Schön anzusehen waren die verschiedenen Trachten der einzelnen Vereine, die Gewänder der Schalkfrauen, die imposanten Vereinsfahnen und die in der Sonne glänzenden Instrumente der Elbacher Musikkapelle, als es Richtung Schule ging. Dort zelebrierte Pfarrer Josef Spitzhirn unter freiem Himmel die Messe. Vor dem Hintergrund der Bergkulisse war dabei der Altar in einem Holzpavillon aufgebaut und mit Sonnenblumen, Gladiolen und Dahlien in großen Steinkrügen geschmückt worden.

„Das ist heute ein Burschenfest“, meinte Spitzhirn. „Darum begrüße ich die Mädel zuerst. Und natürlich auch die Burschen ebenso wie Bürgermeister Josef Lechner und alle Festgäste.“ Es sei schön, dass die jungen Leute nicht nur an das Feiern beim „Mega-Halli-Galli“ gedacht hätten, sondern auch an den Gottesdienst am Sonntagvormittag: „Es ist ein schöner, ein wunderschöner Tag heut’, da könnte man ja auch sagen: Ich hab was Besseres zu tun, zum Beispiel ausschlafen, grad bei so einem Fest.“ Natürlich sei das Feiern wichtig, aber auch das Rasten und Kräftetanken hätten ihre Bedeutung für den Menschen.

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Vereint seit 120 Jahren: Die Elbacher Feuerwehrler mit Uniform und Fahne.

„Der Herrgott hat uns einen Tag zum Ausruhen geschenkt, das ist der Sonntag“, machte Spitzhirn deutlich. „Wir feiern hier den Gottesdienst und ruhen hier aus.“ In einer Zeit, in der jeder gestresst sei, höre man oft den Satz „Ich hab keine Zeit“. Das sei aber nicht richtig. Es komme nur darauf an, „was man mit der Zeit macht“. 50 Minuten Messe seien die Ruhezeit, in der die Begegnung mit Gott geschehe und die Gläubigen wieder Kraft „auftanken“ könnten, „gerade auch, wenn wir in manchen Augenblicken die Nase voll haben von allem“. In diesem Sinne sei der Glaube ein Geschenk Gottes und jeder Sonntag eine Einladung zur Stärkung.

Am Ende der Messe erbat Spitzhirn auch den göttlichen Segen für die Heimat und Schutz vor Unwetter, Blitz und Hagel. Ein „Vergelt’s Gott“ sagte er sowohl der Landjugend als auch den Bläsern, die die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernommen hatten. Auch Fischbachaus Bürgermeister Lechner zeigte sich beeindruckt: „Es ist toll, was die Burschen und Mädel hier beim Fest auf die Füße gestellt haben und was sie das ganze Jahr für die Gemeinschaft leisten.“

Das gemeinsame Finale

der Festtage feiern die Feuerwehr und die Landjugend Elbach am Dienstag im Festzelt. Beginn ist um 19 Uhr, Zapfenstreich um Mitternacht.

Von Stefan Gernböck

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