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Der Untergrund macht ihm Sorge: Hans Obermaier, Pressewart der Pferdefreunde Leitzachtal, zeigt die Schneedecke auf der Bahn des Pferdeschlittenrennens in Elbach. Aktuell wäre sie dick genug, aber noch vor dem Wochenende soll es wieder regnen.

“Am schlimmsten ist das ewige Auf und Ab“

Pferdeschlittenrennen wieder verschoben: Darum ist es heuer so kompliziert

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Es soll einfach nicht sein. Drei Mal wurde das Pferdeschlittenrennen in Elbach heuer schon verschoben. Warum es diesmal so kompliziert ist, verrät der Organisator im Interview.

Elbach – Die Zitterpartie für die Pferdefreunde Leitzachtal geht seit Mitte Januar. Zwei Mal hatten sie ihr Pferdeschlittenrennen in Elbach schon verschoben. Den nächsten Versuch wollten sie am Sonntag, 18. Februar, starten. Doch obwohl aktuell genug Schnee auf der Bahn in Streitwies liegt, zeigen die Wetterkarten kurz vor dem Wochenende erneut eine deutliche Milderung mit Regen an. Den Organisatoren blieb nichts anderes als eine weitere Vertagung des Rennens übrig. Wir haben Pressewart Hans Obermaier (55) gefragt, wie die Organisatoren mit der Unsicherheit umgehen und welche Folgen das für die Teilnehmer hat.

-Herr Obermaier, spielen Sie mal Wetterfrosch: Klappt das heuer noch mit dem Elbacher Pferdeschlittenrennen?

Hans Obermaier: Wenn ich das wüsste. Das Problem ist, dass sich auch die Wetterexperten nicht einig sind. Die Vorhersage wechselt von Tag zu Tag. Einmal heißt es, dass es kalt und vor allem trocken bleibt, dann ist wieder von Regen die Rede. Dieses Hin und Her haben wir schon den ganzen Winter. Es macht uns echt verrückt. So kompliziert wie heuer war’s in der 25-jährigen Geschichte des Rennens eigentlich noch nie.

-Aber es waren doch auch in der Vergangenheit schneearme Winter dabei.

Hans Obermaier: Das schon, aber da wussten wir dann ja gleich, dass es nicht geht. Am schlimmsten ist das ewige Auf und Ab. Schnee haben wir eigentlich genug bekommen, doch er müsste halt auch mal konserviert werden.

-Was wären denn die optimalen Bedingungen für Ross und Reiter?

Hans Obermaier: Im Grunde genommen so wie wir sie aktuell haben. Acht bis zehn Zentimeter mit der Walze verdichteter Schnee reichen vollkommen aus. Dazu noch kalte Temperaturen, dass die Bahn schön durchfriert. Neuschnee bringt uns nichts, den müssen wir nur wieder wegräumen.

-Jetzt ist aber wieder Regen vorhergesagt. Gibt es einen weiteren Ersatztermin?

Hans Obermaier: Bis jetzt noch nicht. Wir haben das Rennen jetzt erst mal auf unbestimmte Zeit verschoben. Ganz ausfallen lassen wollen wir es aber nicht. Wir haben 125 Anmeldungen aus ganz Bayern, das ergibt 22 Starts. Eine Rekordbeteiligung. Nicht nur Kaltblüter und Haflinger sind dabei, sondern auch Warmblüter und Ponys. Neben Reiten und Fahren wird es auch wieder ein Ski-Jöring geben. Fehlt nur noch das richtige Wetter.

-Haben Sie Sorge, dass manche Teilnehmer durch die ständigen Verschiebungen abspringen könnten?

Hans Obermaier: Nein, die juckt das eigentlich nicht. Am meisten trifft es uns als Verein. Der Druck unseres Programmhefts braucht vier Tage Vorlauf. Weil darin unsere 64 Sponsoren abgebildet sind, können wir darauf auf keinen Fall verzichten. Wir brauchen das für die Finanzierung. Auch das macht die Organisation zu einer ziemlichen Nervenprobe.

-Die Sie sich trotzdem jedes Jahr aufs Neue auftun.

Hans Obermaier: Klar. Wir wollen das Pferdeschlittenrennen in Elbach unbedingt erhalten. So viele gibt es nämlich nicht mehr in Oberbayern. Ohne die Parsberger Veranstaltung wären wir die einzigen im weiteren Umkreis. Ich weiß von einigen Mitstreitern, die für immer die Segel gestrichen haben. Einfach, weil der Aufwand und das Risiko einer Absage in keinem Verhältnis mehr stehen.

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