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Bei arktischer Kälte gingen Rösser und Menschen am Sonntag beim Pferdeschlittenrennen in Elbach an den Start.
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Bei arktischer Kälte gingen Rösser und Menschen am Sonntag beim Pferdeschlittenrennen in Elbach an den Start.

„Den Viechern macht die Kälte am allerwenigsten aus.“

Pferdeschlittenrennen in Elbach: Ein Rosserer-Traum in Arktikluft

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Lange Zeit hofften sie auf Kälte, nun haben sie sie endlich bekommen. Nach drei Verschiebungen haben die Pferdefreunde Leitzachtal ihr Schlittenrennen am Sonntag durchgezogen.

Elbach – Camy lässt die Kälte kalt. Fast wirkt es so, als würde er den arktischen Wind genießen, der immer wieder über sein dickes, braunes Fell streicht. Auch die kleinen Eiszapfen, die sich unter seinen Nüstern gebildet haben, scheinen ihn nicht weiter zu stören. Als Shetland-Pony ist man eben einiges gewohnt. „Die stehen auch in eisigen Nächten noch draußen“, sagt Jürgen Koch, während er Camy das Startnummerntäfelchen ans Geschirr hängt.

Eigens für das Pferdeschlittenrennen in Elbach ist er mit seiner Frau Claudia aus Mindelheim angereist. Koch selbst schützt sich mit drei Schichten gegen die Frostluft, die pünktlich in der Nacht zum Sonntag ins Leitzachtal galoppiert ist: Skiunterwäsche, Pulli, Fleece- und Winterjacke. Und natürlich dicke Handschuhe und eine Mütze unter dem Helm. Als das Rennen für die Ponys unter einem Meter Stockmaß aufgerufen wird, setzt sich Koch auf seinen Holzrodel und lässt sich von Camy Richtung Start ziehen. Dessen Bruder Beppi braucht heute nicht auf die Bahn. „Er ist nur zur moralischen Unterstützung dabei“, sagt Koch und lacht. „Die beiden sind unzertrennlich.“

Rund 100 dick eingepackte Starter nehmen an diesem eisigen Sonntag die perfekt präparierte, 420 Meter lange Schneebahn in Streitwies unter die Kufen ihrer Schlitten. Ein Teilnehmerrekord. Neben Ponys, Kalt-, Warmblüter und Haflinger-Rennen bekommen die rund 2000, mindestens genauso warm angezogenen Zuschauer auch Traberschaufahren und Skijöring zu sehen. Die Kraft der Spätwintersonne lockt im Laufe des Nachmittags immer mehr von ihnen an die Strecke. „Es gibt genügend Heißgetränke, damit uns warm ums Herz wird“, sagt Fischbachaus Bürgermeister und Schirmherr Josef Lechner vor dem ersten der mehr als 20 Starts.

Die vielen Helfer der Pferdefreunde sind darauf nicht angewiesen. Für sie ist die Kälte ein Segen, nachdem sie ihr Rennen drei Mal wegen Tauwetters verschieben mussten (wir berichteten). „Unser Bittgang hat sich rentiert“, meint Vorsitzender Florian Felsl. Tatsächlich lichteten sich die Wolken am Fuße des Breitenstein erst kurz vor Mittag. Gerade noch rechtzeitig, sagt Pressewart Hans Obermaier. „Sonst wäre wahrscheinlich kein Mensch gekommen.“ So aber seien die Bedingungen perfekt, schwärmt Obermaier. Die Bahn griffig, kein Matsch auf dem Parkplatz: „Besser könnte es wirklich nicht sein.“ Gerade für die Pferde, wie Ansager Johann Kirchberger dem fröstelnden Publikum erklärt: „Den Viechern macht die Kälte am allerwenigsten aus.“

Und auch manche Zweibeiner geben sich hartgesotten. So führt Sepp Kern seine Kaltblut-Stute Radieserl ohne Handschuhe über das Oval. „Da hab ich sie besser“, sagt der Oberaudorfer. Das Trabrennen beendet er trotzdem auf dem letzten Platz – allerdings aus Rücksicht auf Radieserl. Die bringt nämlich bald ein Fohlen zur Welt. „Da wollte ich sie ein bisschen schonen“, erklärt Kern.

Auch Camy hat gegen die Konkurrenz keine Chance. In der Zielkurve kippt sein schmaler Schlitten sogar um. Blaue Flecke hat Fahrer Koch aber keine abbekommen – auch ein Vorteil der dicken Kleidung.

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