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Hier ist noch Platz: Im Süden des früheren Seminarhauses der Caritas-Familienferienstätte in Hundham soll ein Anbau für eine neue Kindergartengruppe entstehen. Der Rest des Gartens dient als Freispielfläche.

Plan für Anbau vorgestellt

Hundhamer Kita: Kleiner Aufwand, großer Nutzen

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Hundham - Zwei Krippen- und eine Kindergartengruppe sollen im früheren Caritas-Seminarhaus in Hundham unterkommen. Der bauliche Aufwand hält sich in Grenzen. Trotzdem sorgt die Optik für Gegenwind.

Mit Samthandschuhen rückte Architekt Joachim Staudinger dem Hauptgebäude der Caritas Familienferienstätte in Hundham zu Leibe. Eine Kindergarten- und zwei Krippengruppen sollte er dort unterbringen – und das mit möglichst wenig Aufwand. Aus optischen und aus Kostengründen, wie Fischbachaus Bürgermeister Josef Lechner (CSU) nun im Gemeinderat erklärte. Diese Zielvorgabe habe Staudinger unter Mitwirkung des aus Gemeinderatsmitgliedern geformten Arbeitskreises voll erfüllt.

Wie berichtet, hatte die Gemeinde die Ferienstätte für drei Millionen Euro von der Caritas gekauft, um dort ein soziales Zentrum zu etablieren. Herzstück ist die neue Kindertagesstätte im früheren Seminarhaus. Wegen dieser Art der Vornutzung hält sich der bauliche Aufwand in Grenzen. Der Speisesaal für die Schüler-Mittagsbetreuung sowie der Mehrzweckraum im Erdgeschoss bleiben erhalten. Die neue Kindergartengruppe soll in einem zwölf Meter langen und insgesamt 100 Quadratmeter großen Anbau im Süden Platz finden. Die östliche Seite wird von einem verglasten, abgeschrägten Foyer eingefasst. „Da können sich die Eltern in der Früh in Ruhe von ihren Kindern verabschieden und sie abends wieder abholen“, erklärte Lechner.

Über einen Aufzugs- und Treppenhausturm an der Westseite der Fassade werden die beiden Krippengruppen im Obergeschoss erschlossen. Beide bekommen eine eigene Terrasse, wobei eine davon über der Kindergartengruppe liegen wird. Die Zahl der Parkplätze steigt von vier auf zehn. Das war’s auch schon.

Ein schonender Eingriff also – auch im Hinblick auf die Kosten. Mit 1,1 Millionen Euro kalkuliert Lechner aktuell. „Das ist mindestens eine halbe Million weniger, als wir für einen Neubau in Fischbachau gebraucht hätten“, sagte er. Zurückhaltung ist auch in Sachen Optik angesagt. Die Fassade aus Lärchenholz orientiert sich am Bestand.

Das gefiel nicht jedem am Ratstisch. „Bei der Sanierung durch die Caritas haben wir uns damals über die Lattelbude aufgeregt“, sagte Heinrich Isenmann (CSU). Auch ein Dach für den Aufzugturm regte er an. „Das wäre zu kompliziert gewesen“, erklärte Lechner. Deshalb habe man es im Arbeitskreis verworfen. Ähnlich erging es Michael Gartmaiers Idee von einem Mehrgenerationenraum. „Den vermisse ich in der jetzigen Planung“, sagte der CSU-Gemeinderat. Hier habe man am Bedarf gezweifelt, begründete der Bürgermeister die Entscheidung. Allerdings gebe es noch den 88 Quadratmeter großen Mehrzweckraum. Und falls dieser später einmal für eine weitere Kindergartengruppe herhalten müsse, könne man immer noch in das Spielehaus im Garten ausweichen.

Gegen drei Stimmen beschloss das Gremium, den Plan im Landratsamt einzureichen. Sollte es bei der Genehmigung keine Probleme geben, steht laut Lechner einer Eröffnung im September 2017 nichts im Weg. Zweiter Bürgermeister Andreas Auracher (CSU) hatte daran keine Zweifel: „Der Eingriff in den Bestand ist minimal.

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