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Vereinskollegen als Konkurrenten: Johannes Kirchberger mit seinem Haflinger Summersby (l.) und Karl Weber mit Gredl lieferten sich lange eine Kopf-an-Kopf-Rennen, bis Gredl in unerlaubten Galopp fiel.

22. Auflage 

Mehr als 4000 Zuschauer bei Pferdeschlittenrennen in Elbach

Elbach - Pferdefreunde kamen am Sonntag in Elbach voll auf ihre Kosten. Auf der Schneebahn in Streitwies traten in rasanten Rennen Ponys verschiedener Rassen, Warm- und Kaltblüter gegeneinander an. 

Das wichtigste Ziel beim Pferdeschlittenrennen, das die Pferdefreunde Leitzachtal heuer zum 22. Mal in Elbach-Fischbachau ausrichteten, wurde auch gestern erreicht: Es gab keinen schlimmeren Unfall. Alle Reiter, Fahrer und Pferde kehrten wohlbehalten nach Hause zurück. Das, obwohl es zu drei Stürzen kam, die aber glücklicherweise gut ausgingen. 

Wie unterschiedlich die Pferde diesen Tag angingen, ließ sich im Fahrerlager gut beobachten. Während etliche schon verschwitzt vor Aufregung aus dem Hänger stiegen, knabberten andere noch gelassen an einer Portion Heu knabberten, bevor es auf die Piste ging. Routine spielt da eine große Rolle. Auch bei den Reitern. Kathi Bauer aus Auerberg etwa war kein bisschen Nervosität anzumerken, obwohl sie mit einem Haflinger startete, den sie vorher noch nie geritten hatte. „Das geht schon“, meinte die 20-Jährige von den Leitzachtaler Pferdefreunden gelassen, die seit ihrem fünften Lebensjahr im Sattel sitzt. „Ich hab ihn ja schon mal laufen sehen.“ „Wenn jemand mit Pferde umgehen kann, kann er auch ein fremdes Pferd reiten“, bestätigte Vereinskollege Johannes Kirchberger, der mit Summersby in eben jenem Rennen gegen Bauer auf Sisco antrat.

Den ersten Platz mussten die beiden zwar Tanja Hochstaff mit Nabucco überlassen, aber Bauer siegte später mit ihrer Kaltblutstute Petra, und Kirchberger holte mit Summersby im Einspänner die Siegerschleife. Da hatte er sich lange ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Karl Weber – ebenfalls von den Pferdefreunden– geliefert, der seine Gredl aber nach der ersten Runde bremsen musste. Sie war in den nicht erlaubten Galopp gefallen. Den Rückstand konnte Weber nicht mehr aufholen, sahnte am Schluss aber mit seinem Haflingergespann Finnie und Hilde doch noch einen Sieg ab und demonstrierte vor allem, wie konzentriert und doch ruhig Pferde vor dem Schlitten laufen können. 

Die rund 4000 Zuschauer bekamen jedenfalls spannende Rennen zu sehen und gleichzeitig viele Rassen. Der kleinste Zwerg war gerade mal 71 Zentimeter hoch und legte sich auch erstmal mächtig ins Geschirr, überließ es aber dann doch den Größeren, bis zum Ziel im Galopp durchzuhalten. Ganz anders das Rapppony Nero, das sich gar nicht bremsen ließ und schon vor dem eigentlichen Rennen eine Ehrenrunde lief, anschließend souverän gewann und in lockerem Galopp noch seine Siegerrunde drehte. Positiv fiel auf, dass die Reiter und Fahrer ihre Tiere nur mit der Stimme antreiben durften. Wer die Peitsche benutzte, wurde verwarnt. Dass es das auch gar nicht braucht, bewies Karin Zacherl, die mit Trevor das Schlittenrennen der Ponys gewann. „Die hat nicht mal eine Peitsche dabei“, lobte Sprecher Hans Kirchberger von der Richtertribüne aus.

Bilder: Pferdeschlittenrennen in Elbach

Christine Merk

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