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Großer Tag für Josef Rauffer: In Fischbachau zelebrierte er vor großem Publikum seinen ersten Gottesdienst.

Primiz von Josef Rauffer in Fischbachau

Hunderte verfolgen ersten Gottesdienst von Jungpriester

Josef Rauffer hat in Fischbachau seine erste heilige Messe als Neupriester gefeiert. Hunderte haben seinen ersten Gottesdienst verfolgt. Auch wir waren dabei:

Fischbachau – Pünktlich um 10 Uhr am Sonntag beginnt Josef Rauffer seine erste heilige Messe als Neupriester – traditionell in seiner Heimatgemeinde. Der Fischbachauer Kurpark hat sich derweil mit zahlreichen Festgästen gefüllt, kein Grün ist mehr frei. Die Besucher stehen und sitzen auf dem halben Platz verteilt, während der Chor unter der Leitung von Hans Irger die Messe mit Sängern aus Fischbachau, Elbach und Bayrischzell einleitet. Dann tritt der 29-jährige Primiziant an den Altar und begrüßt die Kirchengemeinde.

„Heut’ ist der Tag gekommen, den so viele Leute über ein Jahr vorbereitet haben“, sagt Rauffer erfreut. „Schön, dass ihr alle da seid und mit mir Primiz feiert.“ Priesterweihe sei etwas ganz Besonderes und Seltenes. Aber die Taufe sei das wichtigere Sakrament, „weil sie macht uns alle zu Christen und gibt uns Hoffnung“, fährt er fort. Zu Beginn des Gottesdienstes weiht Rauffer das Weihwasser und verteilt es anschließend in den Zuschauerreihen, während der Chor die Zeilen „Das ist der Tag, den Gott gemacht“ des Taufgedächtnisses anstimmt.

Nach den Lesungen hält Benjamin Gnan eine launige Primizpredigt für Rauffer und beginnt mit einem Witz: „Warum gehen katholische Priester so ungern ins Schwimmbad?“, fragt Gnan. Antwort: „Eine falsche Bewegung, und alles ist Weihwasser.“ Mit dem Kurzwitz versucht der Subregens am Münchner Priesterseminar die Kirchengemeinde vom „berühmt-berüchtigten Predigtschlaf“ abzuhalten. „Stirnrunzlern“, die sich nun fragen, warum am Anfang eines so festlichen Anlasses ein Gag gebracht werde, versichert Rauffer: „Ich bin davon überzeugt, dass dieser Witz einiges darüber sagen kann, was wir heute eigentlich feiern.“

Wie berichtet, wurde Rauffer vor einer Woche im Freisinger Dom zum Priester geweiht. „Nach katholischer Überzeugung ist bei dieser Feier etwas Besonders mit dir geschehen“, erklärt Gnan. In Rauffers Seele habe sich dabei ein unauslöschliches, sakramentales Siegel eingeprägt. Mit diesem Zeichen sei Rauffer von nun an berechtigt, in Namen Jesus den Menschen zu dienen sowie den Getauften und Gefirmten dabei zu helfen, ihr Christsein im Alltag zu leben.

Bilder: Primiz von Josef Rauffer in Fischbachau

Daniel Wegscheider

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