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Bleibt er geschlossen: Ob die Gemeinden Fischbachau und Bad Feilnbach den Wetterstollen in Deisenried pachten können, ist derzeit unklar. 

Schaubergwerk

Projekt ist ins Wanken geraten

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Fischbachau - Kleiner Paukenschlag in Sachen Wetterstollen Deisenried: Der Eigentümer, die E.on SE, der bundesweit über 4000 Bergwerke gehören, zögert damit, den Stollen an die Gemeinde Fischbachau zu verpachten. Ob und wann das Schaubergwerk eingerichtet und eröffnet werden kann, steht derzeit in den Sternen.

Kleiner Paukenschlag in Sachen Wetterstollen Deisenried: Der Eigentümer, die E.on SE, der bundesweit über 4000 Bergwerke gehören, zögert damit, den Stollen an die Gemeinde Fischbachau zu verpachten. Ob und wann das Schaubergwerk eingerichtet und eröffnet werden kann, steht derzeit in den Sternen.

Noch Ende vergangenen Jahres stand als Wunschtermin für die Eröffnung der 3. Juli im Raum. Das jedenfalls peilten die ehrenamtlich für das Projekt Engagierten an. Der Termin war zwar mindestens sportlich, wenn nicht gar illusorisch, da noch nicht einmal die Genehmigung vorliegt. Nun aber ist er definitiv gestorben.

Bei einem Treffen geriet das Projekt des Schaubergwerks ins Wanken. Die Gemeinde Bad Feilnbach (Kreis Rosenheim), Verantwortliche von E.on und der Regierung von Oberbayern sahen sich gemeinsam mit Vertretern der Gemeinde Fischbachau den Stollen an. Da kam Überraschendes zutage. Zum einen gilt das Angebot, den Stollen für einen Euro zu kaufen nicht mehr. Diesbezüglich hat der Konzern eine Kehrtwende vollzogen. Jetzt kommt allenfalls ein Pachtvertrag infrage. Zum anderen existiert laut Fischbachaus Bürgermeister Josef Lechner ein Grundsatzbeschluss des E.on-Vorstands, wonach alle Stollen geschlossen und versiegelt werden sollen. Grund ist die Frage der Haftung bei Unfällen, etwa wenn Gas austritt oder kontaminiertes Wasser. Diese Haftung kann E.on nicht an die Gemeinden abtreten. „E.on prüft nun die Rechtslage“, erklärt Martin Schmid, Vorsitzender des Bergmannvereins St. Barbara im Leitzachtal, der sich seit zehn Jahren an der Umsetzung des Projekts Schaustollen beteiligt. Aus den Anfangstagen stammt auch das nicht gültige Kaufangebot.

Dass dieses nicht mehr gilt, ist für die Gemeinden zu verschmerzen. Lechner kann sich gut vorstellen, die fraglichen ersten 400 der insgesamt 800 Meter des horizontalen Stollens zu pachten. Mindestens zwölf Jahre muss das Schaubergwerk betrieben werden, sonst geht die anvisierte Förderung über das EU-Programm Leader (wir berichteten) flöten.

Die Entscheidung liegt nun beim E.on-Vorstand. „Wir befinden uns in Gesprächen mit den verantwortlichen kommunalen Stellen“, erklärt Josef Nelles, Pressesprecher des Energiekonzerns. Wäre der Freistaat Eigentümer des Stollens, wäre die Sache wohl einfacher, wie das Beispiel Peißenberg zeigt. Dort hat der Freistaat seine Stollen verpachtet. Den entsprechenden Vertrag haben die hiesigen Verantwortlichen E.on als Muster mitgegeben – als Beispiel, wie es gehen kann.

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