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Hier könnte 2019 ein Radweg entstehen: Am nördlichen Ortsausgang von Hundham wird die Straßenführung entschärft und im Zuge dessen wohl auch ein Geh- und Radweg gebaut.

Gemeinde steigt in Planung ein

Radwegebau: 2019 Lückenschluss von Hundham nach Wörnsmühl? 

2019 könnten nördlich von Hundham zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: zum einen die Entschärfung eines Unfallschwerpunkts, zum anderen die Fortsetzung des Radwegebaus.

Fischbachau – Der Lückenschluss im Radwegenetz von Aurach bis Wörnsmühl ist eines jener Ziele, die sich Fischbachaus Bürgermeister Josef Lechner (CSU) für seine zweite und letzte Amtszeit auf die Fahnen geschrieben hat. Er ist weiterhin zuversichtlich, dass dies bis 2020 klappt – oder zumindest alles in trockenen Tüchern ist. Zwischen Wolfsee und Sandbichl hakt es weiterhin an der Zustimmung des Grundeigentümers, von Hundham nach Wörnsmühl könnte 2019 der Abschnitt Ortsende bis zur Abzweigung bei Funk realisiert werden – und zwar im Zuge einer Verlegung der Staatsstraße. Diese strebt das Staatliche Bauamt Rosenheim an, um die eigentlich harmlos erscheinende Kurve inmitten des genannten Abschnitts zu entschärfen. Denn diese ist laut Polizei ein Unfallschwerpunkt.

Fischbachau geht da erst mal in Vorleistung und beauftragt die Planung von Straße sowie Geh- und Radweg. Und – das könnte der kompliziertere Teil werden – übernimmt die Grundstücksverhandlungen. „Das ist da ein ziemlicher Flickenteppich“, sagte Lechner im Gemeinderat. Bis Mitte 2018 müssten diese Aufgaben erledigt sein, dann könnte das Vorhaben in die Projektliste für 2019 rutschen. Die Kosten – so hofft Lechner – trägt das Bauamt Rosenheim, weil es sich um einen straßenbegleitenden Geh- und Radweg außerhalb einer geschlossenen Ortschaft handelt. Zahlen muss Fischbachau aber für einen Fahrbahnteiler am Ortsausgang – „um die Autos runterzubremsen“ – vielleicht 30 000 bis 40 000 Euro. Über die Kosten muss aber wohl noch abschließend gesprochen werden. Von der Abzweigung bei Funk geht es für die Radler dann abseits der Staatsstraße nach Wörnsmühl. Diesen Teil des Weges müsste Fischbachau zunächst selbst zahlen, rechnet aber mit 70 Prozent Förderung. Im Gemeinderat war die Rede von Gesamtkosten in Höhe von etwa 600 000 Euro. Diesen Teil des Weges möchte Lechner „Stück für Stück“ realisieren.

Bevor gebaut wird, möchte sich Fischbachau aber klar darüber werden, ob in den Geh- und Radweg auch eine Trinkwasserleitung gelegt wird. Wie berichtet, erwägt die Gemeinde, ihren Ortsteil Wörnsmühl, der momentan an der Wasserversorgung der Stadt Miesbach hängt, ans Fischbachauer Netz anzuschließen. Das mit der Wegeplanung beauftragte Büro Dippold & Gerold soll nun auch eruieren, ob der Anschluss technisch möglich ist. Die Gemeinde will obendrein ermitteln, ob die beiden Trinkwasser-Netze bedenkenlos zusammengeschlossen werden können. Das Miesbacher Nass würde dann als Notversorgung für Wörnsmühl dienen.

Letztlich ist der Wasserleitungsbau auch eine Frage der Wirtschaftlichkeit. An Miesbach zahlt Fischbachau mehr als doppelt so viel pro Kubikmeter, als das Wasser in Fischbachau kostet. Der Preis wird wohl noch weiter steigen. Die Frage ist, ab wann es günstiger ist, eine neue Leitung zu bauen. Liegen die Zahlen auf dem Tisch, entscheidet der Gemeinderat. Das Vorgehen, wie es Lechner vorstellte, hat das Gremium in seiner Sitzung am Montagabend einstimmig abgesegnet.

Von Daniel Krehl

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