Stolz auf die neue Heimat: Gabriel Mayer, Geschäftsführer der Ambulanz Rosenheim, mit zwei Sanitätern vor dem 1,2 Millionen Euro teuren Neubau. Foto: Thomas Plettenberg
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Stolz auf die neue Heimat: Gabriel Mayer, Geschäftsführer der Ambulanz Rosenheim, mit zwei Sanitätern vor dem 1,2 Millionen Euro teuren Neubau.

„Es ist Zeit geworden“

Rettungswache Aurach Ambulanz bezieht neues Quartier – Moderne Ausrüstung erleichtert Arbeit

  • Christian Masengarb
    vonChristian Masengarb
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Die Rettungswache Aurach hat ihr neues Quartier bezogen. Der von der Gemeinde in sechs Monaten fertiggestellte Neubau soll bessere Arbeitsbedingungen bieten.

Fischbachau – Ihre Feuertaufe hat die neue Auracher Rettungswache gleich an ihrem ersten Einsatztag bestanden. Sechs mal mussten die Sanitäter in den Stunden nach dem Umzug in ihre neue Heimat ausrücken, drei Mal so oft wie an einem Durchschnittstag. „Für den Standort waren das sehr viele Einsätze“, sagt Gabriel Mayer, Geschäftsführer der Ambulanz Rosenheim, die die Rettungswache betreibt. Trotz des zusätzlichen Umzugsstresses war er froh, für diesen Tag die neue Wache zu haben. Dank dieser hätten seine Retter vor Ort deutlich bessere Arbeitsbedingungen, sagt Mayer. „Es ist eine hochmoderne Rettungswache. Mit der alten Wache, wo alles furchtbar eng war, ist das gar nicht zu vergleichen.“

Wie berichtet, hat Fischbachau die Rettungswache in nur einem halben Jahr gebaut. Weil die Ambulanz aus ihrem alten Gebäude schräg gegenüber an der B 307 ausziehen musste, hat die Gemeinde für 1,2 Millionen Euro einen 23 mal 14 Meter großen Neubau errichten lassen, den sie nun an die Ambulanz vermietet. Rund 1000 Einsätze pro Jahr werden die Sanitäter nun von hier aus fahren.

Viel Gelegenheit also für die neue Wache, ihre Vorteile auszuspielen. Davon fallen Mayer einige ein. Der Wachleiter hat nun ein eigenes Büro, die Küche und der Aufenthaltsraum seien nun getrennt untergebracht. Mehr Platz, der die Arbeit erleichtere. Die Sanitäter können ihr Auto nun direkt in der Rettungswache waschen, statt es jedes Mal zur Tankstelle fahren zu müssen. Auch das spart Zeit. Der Desinfektionsraum und das medizinische Lager seien größer und clever angelegt. Kurze Wege, schnellere Reaktionszeiten im Notfall. Der große Lehrsaal im Obergeschoss könne auch Erste-Hilfe-Kurse beherbergen oder Volkshochschulkurse. Auch der ärztliche Bereitschaftsdienst könne in der neuen Wache unterkommen. Alles sei ein wenig besser. „Gott sei Dank“, sagt Mayer. „Es ist Zeit geworden.“

Nun funktioniert alles, die Ruheraum-Möbel und die Waschmaschine wurden Dienstag geliefert. Nur einige Feinheiten sind noch zu erledigen. Eine Glastür fehlt, der Maler muss einige Stellen nachstreichen, den Außenbereich gehen die Bauarbeiter erst im kommenden Jahr an, nach dem Winter. Kein Problem für Mayer. Wichtig sei: Die Wache ist einsatzbereit, die Sanitäter gut für ihre Aufgaben gerüstet.

Auch für die Zukunft sieht Mayer die Auracher Ambulanz gut aufgestellt. Er erwarte, dass seine Retter bald deutlich öfter ausrücken müssen. Die Bevölkerung wachse und mit ihr die Einsätze. Auch die Umstellung auf Ganztagsversorgung sei daher eher eine Frage der Zeit. Derzeit arbeiten jeweils drei Retter von sieben bis 22 Uhr im Zwei-Schicht-Betrieb für je 7,5 Stunden. Doch die neue Wache sei groß genug, um als 24-Stunden-Wache zu dienen. „Einige haben gemeint, die Gemeinde habe viel zu groß gebaut“, sagt Mayer. „Aber den Puffer werden wir brauchen.“

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