Innen fertig: Die Rettungswache Aurach ist einsatzbereit. Nachts parkt bereits der Rettungswagen im neuen Haus. FOTO: THOMAS PLETTENBERG
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Innen fertig: Die Rettungswache Aurach ist einsatzbereit. Nachts parkt bereits der Rettungswagen im neuen Haus.

Notfallversorgung gesichert

Rettungswache Aurach rechtzeitig fertig - Umzug läuft

  • Christian Masengarb
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Innen fertig: Die Rettungswache Aurach ist einsatzbereit. Nachts parkt bereits der Rettungswagen im neuen Haus. Bis 25. November soll der Umzug angeschlossen sein.

Fischbachau – Die neue Auracher Rettungswache hat trotz Corona und Termindruck die Punktlandung geschafft, mit der sie die durchgängige Notfallversorgung in ihrem Einzugsgebiet sichert: Der Neubau ist rechtzeitig vor Auslaufen des Mietvertrags für das alte Gebäude fertig geworden, berichtet Bürgermeister Johannes Lohwasser (FWG) auf Nachfrage. Zwar sollen die Arbeiten an den Außenanlagen erst im Frühjahr beendet werden. Doch innen ist die Rettungswache einsatzbereit – Garage, Desinfektionsraum und Aufenthaltsraum warten auf Einsätze, der Schulungsraum im Obergeschoss auf die ersten Seminare.

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Derzeit zieht die Rettungswache um. Der Rettungswagen stehe über Nacht schon im Neubau, berichtet Lohwasser. Spätestens ab 25. November will die Ambulanz Rosenheim, die die Auracher Rettungswache betreibt, den Betrieb in das neue Gebäude verlegen, sagt Geschäftsführer Gabriel Mayer. Derzeit koordiniert die Wache ihre Einsätze noch aus dem alten Gebäude. Bis Ende des Monats soll der Umzug vollständig abgeschlossen sein. Schneller gehe es nicht, weil die Wache nebenher den laufenden Betrieb aufrecht erhält und Einsätze fährt.

Wie berichtet, ist der Mietvertrag der Ambulanz für ihr altes Gebäude in Aurach Ende Oktober ausgelaufen. Bis Ende November darf die Ambulanz den dortigen Aufenthaltsraum noch nutzen, die Fahrzeughalle musste sie bereits räumen. Die Gemeinde Fischbachau hat deswegen am nördlichen Auracher Ortseingang, schräg gegenüber der bisherigen Unterbringung, für 1,2 Millionen Euro einen 23 mal 14 Meter großen Neubau errichten lassen, der bis Anfang November schlüsselfertig sein musste. Diesen wird die Gemeinde nun an die Ambulanz vermieten, damit diese auch nach dem Auszug aus ihrer alten Heimat die Notfallversorgung aufrecht erhält.

Die neue Rettungswache ist ein Neubau im Eiltempo. Das nach zähen Verhandlungen im Januar gestartete Projekt stand von Anfang an unter Zeitdruck. Dann kam Corona und erschwerte den ohnehin straffen Zeitplan zusätzlich. Die Genehmigung des Landratsamts verzögerte sich im ersten Lockdown um zwei Monate. Der stetig drohende zweite Lockdown hätte die Fertigstellung weiter verschieben, schlimmstenfalls ein Loch in die Notfallversorgung reißen können. Um den Rückstand aufzuholen, liefen die Arbeiten auf Hochtouren, trotz Pandemie.

Dass der Neubau trotz aller Schwierigkeiten rechtzeitig fertig geworden, sagt Lohwasser, sei vor allem ein Verdienst der Bauunternehmen: „Es war ein Projekt mit wenig Reibung.“ Die Beteiligten, besonders der von der Gemeinde beauftragte Fischbachauer Generalunternehmer Josef Vogt, hätten alles getan, den Termin einzuhalten. „Wenn es so gut klappt, kommt das nicht von ungefähr.“  

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