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Bürger auf Streife? Nicht in Fischbachau. Das hat nun auch der Gemeinderat entschieden.

Weiterer Vorstoß des Innenministers

Sicherheitswacht: Gemeinderat Fischbachau schickt deutliche Antwort

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Der Innenminister lässt nicht locker. Einmal mehr hat Joachim Herrmann bei der Gemeinde Fischbachau für eine Sicherheitswacht geworben. Die Antwort fällt klar und deutlich aus.

Fischbachau – Die ersten Vorstöße habe er noch selbst beantwortet, berichtete Bürgermeister Josef Lechner (CSU) nun im Gemeinderat. Der Tenor: Fischbachau brauche so etwas nicht. Offenbar war dies nicht deutlich genug, um im Innenministerium als klare Absage gewertet zu werden. Also bat Lechner diesmal seine Gemeinderäte um einen Beschluss.

Wie berichtet, ist dies in anderen Gemeinden im Landkreis bereits erfolgt. Die Botschaft war überwiegend gleich: Statt ehrenamtliche Kräfte auf Streife zu schicken, solle der Freistaat lieber die Polizeiinspektionen personell aufstocken. Eine Sicherheitswacht gibt es demnach nirgends im Landkreis.

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Herrmann hingegen sieht die Gewährleistung der Inneren Sicherheit nicht allein als Sache der Polizei, sondern als „gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die der Einbindung verantwortungsbewusster Bürger bedarf“. Primäres Ziel einer Sicherheitswacht sei es, „durch Verstärkung der sichtbaren Präsenz das subjektive Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung zu steigen“, beispielsweise an öffentlichen Straßen und Plätzen, in Fußgängerzonen und Parks. Am Ende seines Schreibens weist der Innenminister noch darauf hin, dass die Finanzierung durch den Freistaat erfolge und die Sicherheitswacht keinen Einfluss auf die Personalstärke in den Polizeidienststellen habe.

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Den Fischbachauer Bürgermeister konnte der Innenminister nicht überzeugen. Seine Gemeinde sei die sicherste im ganzen Landkreis, berichtete Lechner. Das habe sich beim Sicherheitsgespräch mit der Polizei wiederholt gezeigt. Mit hochgerechnet 1617 Straftaten auf 100 000 Einwohner (Häufigkeitszahl) und einer Aufklärungsquote von 77 Prozent sehe er keinen Handlungsbedarf, meinte Lechner. „Bei uns ist das soziale Gefüge intakt, bei uns schaut der Nachbar noch.“ Er empfahl seinen Gemeinderäten daher, Herrmann „ein für alle Mal“ eine Absage zu schicken. Widerworte aus dem Gremium gab es keine.

Parallel kündigte Lechner an, weiter für mehr Personal bei der Polizei zu werben. Eine Sicherheitswacht sei dafür kein Ersatz. „Bei einer Bürgermiliz mit den falschen Leuten hätte ich Bauchweh.“

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