„Das wäre eine nicht kalkulierbare Kiste geworden“

Straßenbau: Fischbachau wiederholt Ausschreibung

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Sieben Wege zu landwirtschaftlichen Anwesen wollte die Gemeinde Fischbachau heuer herrichten lassen. Doch die Maßnahme verzögert sich. Die Ausschreibung muss wiederholt werden.

Fischbachau – Ein intaktes Verkehrswegenetz liegt Fischbachaus Bürgermeister Josef Lechner seit Jahren am Herzen. Auch heuer lässt die Gemeinde einige Straßen sanieren, wie Lechner im Gemeinderat informierte. Folgende Projekte wurden ausgeschrieben: die Zufahrt zum Warmfreibad Fischbachau, der Bereich des behobenen Wasserrohrbruchs an der Staatsstraße 2077 in Hundham, die Straße von Funk nach Bach, der Weg zum Kogl sowie eine Teilstrecke der Straße nach Grandau.

Drei Unternehmen hatten Angebote eingereicht. Das wirtschaftlichste hatte mit knapp 121 000 Euro die ortsansässige Firma Isenmann abgegeben, erklärte Lechner. Auf eine Rückerstattung der Baukosten darf sich die Gemeinde für die Straße nach Grandau freuen. Hier beteiligt sich die E.ON-Montan, weil die Schäden durch einen aufgelassenen Bergwerksschacht entstanden sind (wir berichteten). Alle Maßnahmen sollen noch heuer durchgezogen werden.

Eine Ehrenrunde dreht die Gemeinde hingegen bei den ebenfalls für 2017 geplanten Wegebau-Projekten im Förderprogramm ELER. Sieben Landwirte hatten sich dafür angemeldet. Die Kostenschätzung hatte knapp 544 000 Euro ergeben, das wirtschaftlichste Angebot hingegen 600 500 Euro, erklärte Lechner. Bei der Prüfung habe man jedoch im Leistungsverzeichnis einige „vergaberelevante Sachverhalte“ festgestellt, die eine Aufhebung der Submission notwendig erscheinen lassen. „Das ist aber nicht förderschädlich“, erklärte Lechner. Den entsprechenden Beschluss fällte der Gemeinderat daher einstimmig.

Für den Herbst ist nun die erneute Ausschreibung geplant. Gebaut werden kann dann wohl erst 2018. „Das ist schade, aber wir hätten uns keinen Gefallen getan, wenn wir es durchgezogen hätten“, sagte Lechner. „Das wäre eine nicht kalkulierbare Kiste geworden.“

Rubriklistenbild: © dpa

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