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Sauer auf den Kreisbaumeister: Klaus Waldschütz, Vorsitzender des Leitzachtalvereins, vor den Holzregalen im alten Schulhaus in Elbach.

Nach Ortstermin im alten Schulhaus

Streit um Holzregale: Gemeinde macht Kompromissvorschlag

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Die Fronten schienen verhärtet zwischen dem Kreisbaumeister und dem Leitzachtalverein. Nun scheint sich eine Lösung im Streit um die Regale im alten Schulhaus in Elbach anzubahnen.

Elbach – Die Fronten schienen verhärtet zwischen dem Kreisbaumeister und dem Leitzachtalverein. Nach einem Ortstermin im alten Schulhaus in Elbach scheint sich nun aber eine einvernehmliche Lösung des Regal-Streits anzubahnen. „Die Gemüter haben sich beruhigt“, sagt Fischbachaus Bürgermeister Josef Lechner.

Wie berichtet, hatte Kreisbaumeister Werner Pawlovsky die vom Verein für die Bücher des Leitzachtalarchivs angeschafften Holzregale im alten Schulhaus als nicht denkmalgerecht bezeichnet. Stattdessen schlug er eine Ausführung mit Metall oder Glas vor. Ein Ärgernis für den Vorsitzenden des Leitzachtalvereins, Klaus Waldschütz, hat der Verein doch mehrere tausend Euro in die Einrichtung des restaurierten Gebäudes gesteckt. „Wir haben nach unserem Bedarf geplant“, sagt Waldschütz. Das habe er beim Treffen dem Kreisbaumeister auch so mitgeteilt.

Pawlovsky wiederum habe angeboten, einen Spezialisten für Bibliotheken vom Landesamt für Denkmalpflege zurate zu ziehen. Der solle sich die Situation vor Ort anschauen. Wie Lechner berichtet, geht es dabei auch um eine Einschätzung, welcher Werkstoff als Regalbrett für alte Bücher in Frage kommt. Ziel sei es, die massiven Holzbauten herauszunehmen und durch eine filigranere, offenere Variante zu ersetzen.

Um dem Verein eine erneute Investition zu ersparen, bot der Bürgermeister einen Kompromiss an: Die Gemeinde übernimmt die Holzregale für ihre Registratur im Rathaus und kauft dafür die neue Einrichtung für das Leitzachtalarchiv. Sobald sich der Fachmann des Denkmalamts geäußert habe, werde man ein Angebot bei einem Fischbachauer Kunstschmied einholen und dieses dem Gemeinderat vorlegen. Eine Vorgehensweise, mit der Waldschütz leben könnte – die Zustimmung des Gemeinderats vorausgesetzt: „Das zahlt ja letztlich auch wieder die Allgemeinheit“, sagt er.

Lechner ist als Vermittler guter Dinge, dass damit die Kuh in Sachen Schulhaus vom Eis ist. „Das ist ein Vorschlag, der beiden Seiten ihr Gesicht wahren lässt.“

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