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Auf der Suche nach neuen Fachkräften: (v.l.) Auszubildender Bastian Luitpold und Serviceleiter Michael Viehweger vom Autohaus Pusl in Fischhausen zeigen den Fischbachauer Mittelschülern, was sie in ihrem Betrieb lernen können.

“Wir begegnen den Gästen auf Businessebene“

Tag der Ausbildung: Mittelschüler beeindrucken Firmen

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Gelangweilte Schüler, die von Stand zu Stand ziehen, um sich mit Gratis-Kugelschreibern einzudecken: Dieses Bild vieler Berufsmessen suchte man beim Tag der Ausbildung in Fischbachau vergebens.

Fischbachau – „Wir begegnen den Firmen auf Businessebene“, sagt Lehrerin Hiltraud Heckmann, die die Veranstaltung an der Mittelschule Fischbachau bereits zum vierten Mal organisiert hat. 160 Schüler, 60 Eltern und 60 „lokale Ehrengäste“ aus dem Leitzachtal fanden sich heuer in den Räumen der Schule ein. Mehr als 25 Betriebe hatten die Stände in den Klassenzimmern bevölkert, darunter zum Beispiel eine Zahnarztpraxis, ein Physiotherapeut und ein Autohaus. Sie alle waren laut Heckmann „geplättet“ über den professionellen Ablauf des Vormittags.

Sechs Monate lang haben sich die 160 Mittelschüler in verschiedenen Teams Gedanken gemacht, wie sie das diesjährige Motto „Tradition leben – Zukunft meistern“ kreativ umsetzen können. Mit Erfolg: Von den Schürzen der Mädchen im Candy-Café über das Design der Programmflyer bis hin zur Sprichwörter-Ausstellung im Klassenzimmer war alles auf ein Ziel abgestimmt: „Wir wollten zeigen, dass wir keine Hinterwäldler sind, sondern aus der Tradition Kraft für unseren beruflichen Erfolg schöpfen“, erklärt Heckmann.

Was klingt wie ein Werbe-Slogan, erfüllten die Schüler beim Tag der Ausbildung mit Leben – fast wie eine professionelle Werbeagentur. Das, meint Heckmann, sei auch das Erfolgsgeheimnis des Tags der Ausbildung. „Bei uns lernen die Schüler schon bei der Vorbereitung, wie sich auf dem Parkett des Berufslebens richtig bewegen.“ Vom Ergebnis konnten sich die Gäste bei der Schlussrunde in der Turnhalle selbst überzeugen. Zwei 13-Jährige aus Heckmanns achter Klasse übernahmen die Moderation.

Nicht nur deshalb erfreut sich die Veranstaltung mittlerweile großer Beliebtheit. „Wenn wir alle Firmen, die sich bei uns melden, unterbringen wollten, müssten wir anbauen“, meint die Lehrerin schmunzelnd. Kein Wunder bei einem Empfang auf dem roten Teppich und selbstgestalteten Namensschildchen. Ein Ablauf also, der sich vor gewerblichen Messen nicht verstecken braucht – und ganz ohne gelangweilte Kugelschreibersammler.

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