Warmfreibad Fischbachau
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Obergrenze im Becken: Maximal 40 Personen dürfen gleichzeitig im Schwimmerpool im Warmfreibad Fischbachau ihre Bahnen ziehen.

Zu Warteschlangen ist es vorerst nicht gekommen

Trotz Corona-Auflagen: Bislang kein Chaos in den Warmfreibädern

  • Sebastian Grauvogl
    vonSebastian Grauvogl
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Wegen der Corona-Auflagen dürfen nur eine begrenzte Zahl an Personen in die Warmfreibäder in Fischbachau und Miesbach. Lange Warteschlangen hat es bislang aber nicht gegeben.

Fischbachau/Miesbach – Ein Gewitterschauer am Samstagmittag sorgte für den Schichtwechsel im Fischbachauer Warmfreibad. „Da sind gut ein Drittel der Leute geflüchtet“, berichtet Schwimmmeister Nikolaus Estner schmunzelnd. Wie auf Kommando kurz vor der Schließung der Kassen wegen zu großen Andrangs ging der Regenguss nieder und verhinderte damit, dass sich vor dem Eingang eine Warteschlange bildete.

Was sonst selbst an Hitzetagen kaum vorkommt, ist in Zeiten der Corona-Pandemie durchaus zu befürchten. Um die Abstandsregeln auf der Liegewiese und vor allem in den Becken einhalten zu können, haben sich die Städte und Gemeinden im Landkreis entschieden, die maximale Zahl an Badegästen zu begrenzen. In Fischbachau habe man anfangs geplant, bei 250 Leuten einen vorübergehenden Eintrittsstopp auszusprechen, berichtet Estner. Weil sich die Wasserratten allerdings so vorbildlich verhalten würden, habe man die Obergrenze nun auf 350 erhöht.

Limitierender Faktor seien in Fischbachau nicht die großzügigen Liegeflächen, sondern die im Vergleich dazu begrenzte Beckenkapazität. „Entscheidend ist nur, dass nicht mehr als 70 Personen gleichzeitig im Wasser sind“, erklärt der Schwimmmeister. Entsprechende Schilder habe man an allen Pool-Einstiegen angebracht. Um die Besucherzählung an der Kasse kümmere sich der Pächter des Bistros, Thomas Brendel. „Das funktioniert super“, lobt Estner. Wie berichtet, wird der Gastronom das Warmfreibad Ende dieser Saison verlassen. Umso mehr freut Estner Brendels hohes Engagement.

In Miesbach überwacht ein Sicherheitsdienst die Besucherströme, berichtet Schwimmmeister Siegfried Splisteser. Auch hier habe man die zulässige Höchstzahl von 350 Personen im Bad trotz des schönen Wetters nie ganz erreicht. Zwar habe man kürzlich 530 Eintritte verbucht. „Die haben sich aber gut über den Tag verteilt“, meint Splisteser. Auch die Maskenpflicht in den Gängen und beim Bistro würden die Badegäste einhalten.

Lesen Sie auch: Warteschlange am Warmbad Rottach-Egern: Das war der Grund

Zu Wartezeiten ist es in Fischbachau dann doch noch gekommen. Am Sonntagmittag – diesmal ohne Gewitter – habe man die Kasse kurzzeitig schließen müssen, berichtet Estner. Länger als zehn Minuten habe aber niemand vor der Türe ausharren müssen.

sg

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