Trotz Corona: Wolfsee-Einnahmen fließen noch heuer
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Wichtige Einnahmen: Die Grundstücke am Neubaugebiet Wolfsee sollen der Gemeinde viel Geld bringen. Dieses soll trotz Corona noch heuer vollständig fließen. 

Trotz Corona: Wolfsee-Einnahmen fließen noch heuer

  • Christian Masengarb
    vonChristian Masengarb
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Trotz Corona sind die 13 Millionen Euro, die Fischbachau heuer mit dem Verkauf der Grundstücke am Wolfsee einnehmen will, sicher. Auch beim Hochwasserschutz geht es voran.

Fischbachau – Trotz Corona sind die 13 Millionen Euro, die Fischbachau heuer mit dem Verkauf der Grundstücke am Neubaugebiet Wolfsee einnehmen will, sicher. Zwar hat die Gemeinde wegen der wirtschaftlichen Auswirkungen des Virus einigen Interessenten eine längere Bedenkzeit eingeräumt (wir berichteten). Einige könnten abspringen. Weil gleichzeitig aber neue Interessenten bereitstehen, werde die Gemeinde alle Grundstücke verkaufen, sagte Bürgermeister Johannes Lohwasser (FWG) im Gemeinderat. „Wir haben Interessenten, die sich neu bewerben. Und wir haben Interessenten, die noch einmal abwägen, wie es sich finanziell bei ihnen auswirkt.“

Wolfsee: Alle Grundstücke sollen noch heuer verkauft werden

Wie berichtet, hat Corona den Ablauf am Wolfsee verzögert. Dort will die Gemeinde auf dem ehemaligen Campingplatz 26 Parzellen für Wohnhäuser verkaufen und damit mehr als 13 Millionen Euro einnehmen. Im Oktober hat sie bereits 18 Grundstücke vergeben, der Rest sollte noch heuer folgen – ein wichtiger Punkt im Haushalt. Schlimmstenfalls hätte die Corona-Krise die Unterzeichnung der Verträge ins nächste Jahr verschieben und einige Grundstücke leer stehen lassen können. In beiden Punkten gab Lohwasser nun Entwarnung.

Im Herbst wird die Gemeinde wegen Corona mit einigen Kaufinteressenten nachverhandeln. Noch sei nichts festgezurrt, der Gemeinderat werde noch einmal tagen müssen. Ende des Jahres könnten aber alle Verträge unterschrieben sein, im Frühjahr der Bau beginnen – „als neue, vorsichtige Einschätzung“, so Lohwasser. Genau könne er den Zeitplan derzeit schwer abschätzen, aber dies scheine ihm als „realistischstes Szenario“.

Weil der Verkauf noch in diesem Jahr geplant ist, würde auch das Geld noch heuer in die Kasse fließen. Fällt der Verkauf doch noch ins neue Jahr, werde die Gemeinde die Einnahmen per Nachtrag in den Haushalt 2020 aufnehmen. So oder so: Die Einnahmen seien sicher.

Einigkeit mit Eigentümern beim Hochwasserschutz

Wie berichtet, hat sich auch das Planfeststellungsverfahren zum Hochwasserschutz am Wolfsee wegen Corona verzögert. Derzeit liege es weiter beim Landratsamt, berichtete Lohwasser im Gemeinderat. Die Verhandlungen mit den drei Eigentümern, die vom Hochwasserschutz betroffen sind, seien aber weit fortgeschritten. Mit zweien sei die Gemeinde im Grunde einig. Einer müsse noch zwischen zwei Optionen wählen, habe aber seine grundsätzliche Unterstützung zugesagt. „Wir gehen vorsichtig davon aus, dass Mitte, Ende Juni realistisch für die Notarverträge ist.“

Danach soll die Erschließung starten. Alle Verträge dafür sind unterschrieben. Ein Vorteil für die Gemeinde: Die Erschließung läuft auf Vorkasse der ausführenden Firma. Die Gebühren dafür werden erst 2021 fällig. Das gibt Sicherheit in unsicheren Corona-Zeiten.

Anlass für Lohwassers Aussage war ein Bericht über die wichtigsten Projekte der Gemeinde. Sollte die Krise Sparmaßnahmen erzwingen, müsse der neue Gemeinderat deren aktuellen Stand kennen, argumentierte der Bürgermeister. Nur so könne das Gremium wissen, wo Einsparungen möglich und sinnvoll seien. Im Falle des Wolfsees dürften die Corona-Auswirkungen gering sein.

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