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Gemütlich, laut, romantisch, feuchtfröhlich: Das war das Kirchstiegl Festival 2015.

"Nachbarn sind froh, wenn sich was rührt"

Veranstalter im Interview: Darum gibt's kein Kirchstiegl Festival

Fischbachau - Die Nachricht ließ viele Fans der ersten Stunde enttäuscht zurück: Diesen Sommer gibt es kein Kirchstiegl Festival. Die Veranstalter erklären warum.

Das Kirchstiegl Open Air Festival rockte vergangenes Jahr in Hundham: An zwei Tagen trafen sich jeweils rund 400 Besucher an der Gaststätte am Fuße des Schwarzenbergs mit Blick übers Leitzachtal. 15 Rock-, Metal- und Folkbands spielten auf der Bühne mal leisere, mal lautere Töne. Martin Lidschreiber (36), Organisator und Wirt, griff mit Bandkollege und Mitorganisator Martin Reisberger (29) dabei selbst zu Gitarre und Mikrofon.

Herr Lidschreiber, warum findet das Kirchstiegl Open Air nach der gelungenen Premiere voriges Jahr heuer nicht statt?

Lidschreiber: Wir sind beide selbstständig, und dieses Jahr hatten wir einfach keine Zeit. Nebenbei wollten wir heuer unsere Band Da Maurer & Da Wirt voranbringen, haben dafür unsere CD aufgenommen, und es überschnitt sich auch mit unserem Auftritt auf der 250-Jahr-Feier in Hundham.

Es gab im Nachhinein aber nicht etwa Lärmbeschwerden von Seiten der Nachbarn?

Lidschreiber: Überhaupt nicht, es hat sich nicht einer beschwert. Die Anwohner waren sogar die Letzten, die heimgegangen sind (lacht). Es gab keine Raufereien und keinen Anruf wegen Ruhestörung. Die Nachbarn sind echt griabig und sogar froh, wenn sich mal was rührt.

Also stehen die Chancen gut, dass im Sommer 2017 wieder ein Open Air am Kirchstiegl stattfindet?

Lidschreiber: Es ist wieder für August oder September geplant. Wir müssen aber schauen, wann Vollmond ist. Da stehen nämlich die Chancen gut, dass es nicht regnet und schönes Wetter ist. Für unser Festival 2015 sind wir sogar nach Birkenstein gepilgert und haben dort eine Wetterkerze angezündet (lacht).

Interview: Daniel Wegscheider

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