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Wenn Wanderer oder Mountainbiker in der Natur unterwegs sind, kann es auch zu Unfällen kommen. In Fischbachau sind die Grundstückseigentümer abgesichert.

Wanderwege sind in Fischbachau gut versichert

Mountainbiker stürzt - aber wer zahlt?

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Es ist ein Horrorszenario für Wald- oder Wiesenbesitzer: Wanderer oder Radler verletzen sich und fordern dann Schadenersatz. Fischbachau hat für die örtlichen Eigentümer vorgesorgt.

Fischbachau – Wer sein Privatgrundstück für die Öffentlichkeit zugänglich macht, will nicht auch noch bei Unfällen haften. Genau diese Angst geht aber bei vielen Eigentümern im Leitzachtal um, berichtete Gemeinde-Geschäftsleiter Johann Neundlinger nun im Fischbachauer Gemeinderat. Vor allem die Rotwandbauern hätten immer wieder Probleme mit Wanderern und Mountainbikern, die abseits der Wege unterwegs seien und damit einer erhöhten Unfallgefahr ausgesetzt seien. Um Unsicherheiten mit Fakten abzubauen, hatte die Gemeinde Fischbachau zu einer Informationsveranstaltung in den Klostersaal eingeladen.

Rund 35 Grundstückseigner seien gekommen, um den Vortrag des für Fischbachau zuständigen Kommunalbetreuers der Versicherungskammer Bayern zu lauschen, berichtete Neundlinger. Der habe bestätigt, dass Fischbachau als eine von sechs Gemeinden in der Wanderregion Landkreis Miesbach eine pauschale Vertragshaftung mit maximalem Schutz abgeschlossen habe. Sämtliche Risiken für Wanderwege beziehungsweise dort errichtete Bauwerke seien damit abgesichert. „Die Versicherungskammer reguliert den Schaden, die Grundeigentümer bleiben außen vor“, erklärte der Geschäftsleiter. Das bedeutet aber nicht, dass die Sportler Narrenfreiheit haben, betonte Neundlinger. Sollte sich zum Beispiel ein Radler auf einem Wanderweg verletzen, sei er selbst schuld.

Vorsicht walten lassen sollten die Grundeigentümer hingegen mit eigenen technischen Hindernissen, etwa einer kurzzeitigen Sperrung des Weges. Diese müsse ausreichend gekennzeichnet sein, so Neundlinger, und dürfe auch nicht den ganzen Sommer über bestehen bleiben. Für Forstarbeiten oder Viehtreiben sei eine solche Maßnahme aber selbstverständlich zulässig. Eine wichtige Info für den anstehenden Winter steuerte in der Sitzung Vize-Bürgermeister Andreas Auracher (CSU) bei: Wer seine Wege räumt, für den gelte nicht automatisch eine Streupflicht.

sg

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